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Rezension: Calupum – Im Banne des Wolfes

(Rezensionsexemplar) Heute möchte ich euch ein Spiel vorstellen, das vielleicht ein wenig wie ein Kinderspiel aussieht, aber doch auch einiges für erwachsene Spieler beinhaltet: Calupum – Im Banne des Wolfes

Dieses Spiel beeindruckt bereits, wenn man es das erste Mal nur in die Hand nimmt, denn es bringt einige Kilo auf die Waage. Das liegt an dem hochwertigen Spielmaterial.

Sehr wertiges Material

Der Spielplan besteht aus vier Pappplatten mit Magneten drin. Der Karton ist in vier aufklappbare Schachteln unterteilt. Zusätzlich gibt es Beutel für das Material. Ich bin sehr beeindruckt von der durchdachten Aufbewahrung. Die Spielfiguren und Hecken sind aus Holz. Durch die Magnete verrutschen die Hecken  nicht auf dem Spielplan.

Blick in den Karton

Natürlich kann man ein Spiel nicht aufgrund des Materials bewerten. Es muss auch funktionieren und Spaß machen, aber dennoch möchte ich hier das Material, die Schachtel und auch die herrlichen Illustrationen der Figuren etc. hervorheben. Denn so bekommt man auf jeden Fall Lust auf dieses Spiel.

Ja, vielleicht wecken die niedlichen Schafe auf dem Karton falsche Vorstellungen. Man denkt, dass dies ein Spiel für Kinder ist oder dass es lieb und friedlich gespielt wird. Da wird man dann aber schnell eines besseren belehrt.

In dem Spiel geht es darum, seine Schafe vor den Wölfen, die um die Wiese herumschleichen, zu schützen. Die Schafe, die überlebt haben, bringen am Ende die Siegpunkte.

Auswahl einer Schafkarte

Spielablauf

Pro Runde wählt jeder Mitspielende von seinen Handkarten eine Schafkarte aus. Diese werden gleichzeitig verdeckt vor sich hingelegt. Anschließend werden sie nacheinander aufgedeckt. Sie zeigen an, wie viele Schritte ein ausgewähltes Schaf von einem selbst, gehen darf. Dabei wird auch die Richtung angezeigt. Nachdem alle ein Schaf bewegt haben, gehen die Wölfe weiter und zwar um das Spielfeld herum. Auch hier geht es um die aufgedeckten Schafkarten: Die größte Zahl, die ausgespielt wurde, gilt für die Wölfe. Und dann zittern alle um ihre Schafe. Denn wenn ein Wolf in gerader Sichtlinie zu einem Schaf steht, verliert es ein Leben. Nur wenn ein anderes Schaf oder eine schützende Hecke davor steht, passiert ihm nichts.

Da hinten läuft einer der zwei Wölfe herum.

Es geht also darum, dass man bei der Auswahl seiner Schafkarte überlegt, wie man seine Schafe auf sichere Plätze stellt und wo wohl am Ende die Wölfe stehen werden. Das ist alles auch immer ein bisschen Spekulation, denn man weiß ja nicht, welche Karten die Mitspielenden auswählen. Und manchmal übersieht man auch einfach eine gefährliche Situation und so verliert ein Schaf völlig unerwartet ein Leben oder muss sogar vom Spielfeld.

Spielfiguren

Zu Beginn des Spiels gibt es 12 Hecken. Pro Runde wird eine dieser Hecken jeweils vom Startspieler entfernt. Es wird also immer schwieriger sich vor den Wölfen zu verstecken.

Sommer- und Winterversion

Das Spiel beinhaltet zwei Varianten – eine Sommer- und eine Winter-Version. Die Sommerversion ist schwieriger zu spielen und es kommen einige neue Komponenten hinzu, die den Spieler:innen mehr Möglichkeiten bieten. Allerdings kommt dabei auch der Ärgerfaktor noch mehr dazu, was nicht in jeder Spieler:innenrunde so gewünscht wird. Durch Sonderfiguren wie der Schäferin oder dem Bobtail so wie Tunneleingängen und verschiedenen Objekten (Schubkarre, Spaten etc.), die Sonderpunkte bringen, werden mehr Begehrlichkeiten geweckt. Somit werden andere Schafe verdrängt, so dass nicht nur das Erreichen der Zielkarten verhindert wird, sondern möglicherweise die Schafe sogar in Sichtlinie der Wölfe geraten.

Sommerspielpan

Die Spielanleitungen liegen auf Deutsch und Englisch bei. Beim Spiel selbst werden keine Sprachkenntnisse benötigt. Alles wird durch Bilder und Symbole angezeigt.

Fazit

Mir macht das Spiel viel Spaß. Es ist kein Kinderspiel, aber ein Spiel, das man mit Kindern gut spielen kann und bei dem man selber auch ordentlich gefordert wird. Manche Kinder ertragen es nicht gut, wenn ihre Schafe von den Wölfen gefressen werden. Da muss man ein bisschen gucken, wie es passt. Die Sommervariante ist dann eine besondere Herausforderung. Hierfür sollte man aber schon ein bisschen Spieleerfahrung haben und auch eine gute Frustrationstoleranz mitbringen. Schön ist, dass man hier zwischen zwei Versionen wählen kann, die nicht nur unterschiedliche Bilder zeigen, sondern sich auch unterschiedlich spielen lassen.

Bei diesem Spiel ist das Thema sehr zentral. Es wird nicht einfach nur eine Geschichte über ein Spielprinzip gestülpt. Dieses Thema funktioniert hier sehr gut zusammen mit der taktischen Spielidee, was mir wirklich gut gefällt.

Calupum – Im Banne des Wolfes von Adrian Dinu und Sonja Müller, Board Game Box, für 2-4 Spielende ab 8 Jahren,

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