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Rezension: Mama im Galopp

(Rezensionsexemplar) In den Buchhandlungen sieht man oft vor allem die Bücher aus den großen bekannten Verlagen. Bücher aus kleineren Verlagen haben es da deutlich schwerer. Das ist echt schade, denn aus einigen dieser kleinen Verlage kommen richtig tolle Bücher und es tut mir für alle Kinder leid, die kaum eine Chance haben, diese Bücher kennen zu lernen.

Bisher war jedes Buch aus dem Kraus Verlag, welches ich mir näher angeschaut habe, ein richtiger Volltreffer. Auf meinem Blog findet ihr bereits die Rezensionen zu „Mein fuchsteufelswilder Stinkesauer-Tag“, „Lisberta Nudeldudel, Karl-Heinz Krake oder was wäre dir lieber?und „Klamotten – Von Hosen, Hemden und Hüten“.

Hier könnt ihr nun auch noch „Mama im Galopp“ kennen lernen.

In diesem Bilderbuch werden sich wohl viele Mamas wiedererkennen. Mama hat es stets so eilig. Sie rennt durch die ganze Stadt – von morgens bis abends. Schließlich hat sie so viel zu erledigen und muss die Kinder von A nach B bringen. Es bleibt ihr also gar nichts anderes übrig. Doch immer ist das gar nicht zu schaffen – naja, außer ab dem Tag, an dem sie sich in ein Pferd verwandelt und nun tatsächlich durch die Stadt galoppiert. Jetzt ist das alles gar kein Problem mehr, dafür treten andere Schwierigkeiten auf. Wie ein Pferd herumzugaloppieren ist wohl nicht die richtige Lösung…

Große Lesefreude

Man kann das Buch dazu nutzen, darüber nachzudenken, was das richtige Tempo für den Alltag ist und an welchen Stellen man vielleicht manches etwas ruhiger angehen kann. Darum geht es in dem Buch. Aber man kann auch einfach viel Spaß an der humorvollen Geschichte und vor allem ihrer Darstellung haben.

Viel zu entdecken

Auf den gezeichneten Bildern, die viele Szenen vor weißem Hintergrund darstellen, gibt es einiges zu entdecken – interessante und richtungsweisende kleine Details, aber auch zu deutende Gesichtsausdrücke und vieles mehr. Hier lohnt es sich direkt Innezuhalten und nicht selbst durch das rasante Buch zu rasen. Gerade mit Kindern macht es viel Spaß sich die einzelnen Bilder ganz in Ruhe anzuschauen und über die Entdeckungen zu sprechen.

Der Text ist kurz und erzählt in einfachen Sätzen recht nüchtern die Geschichte. Ein Vater wird nirgendwo erwähnt, so dass man die Mutter als alleinerziehend lesen kann.

Immer wenn ich dieses Buch vorgelesen habe, musste ich es direkt ein zweites Mal vorlesen. Kinder haben daran viel Spaß.

Mama im Galopp von Jimena Tello, übersetzt von Marianne Gareis, Kraus Verlag, ISBN: 978-3-9823493-7-4

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