Rezension: Der geheime Weihnachtsplan

(Rezensionsexemplar) In den letzten Jahren hat uns meistens ein Adventskalender vom Kaufmann Verlag durch die Adventszeit begleitet. Dabei kam es gar nicht in erster Linie auf die Geschichte an, sondern die Kinder fanden es toll, dass da immer ein Poster, Fensterbild oder ähnliches dabei war, was nach und nach fertiggestellt wurde. Gut hatte uns z.B. “Oskar und Leni retten das Weihnachtsfest” gefallen.

Adventskalender mit Poster

Dieses Jahr jubelte mein Kleiner schon als er das neue Buch „Der geheime Weihnachtsplan“ entdeckte. Er hat sofort festgestellt, dass es dort ein Poster gibt, und dass man jeden Tag etwas ausschneiden und dort aufkleben kann. Außerdem vermutet er auf Grund der Bilder, dass ein Fall gelöst werden muss.

Hm, naja, es gibt zwar einen geheimen Plan, der ausgeführt wird, aber ein Fall muss nicht wirklich gelöst werden. Hoffentlich ist er darüber nicht all zu enttäuscht. Auch ansonsten ist der Spannungsbogen der Geschichte eher recht flach. Aber vielleicht holt das Poster dann ja doch einfach alles wieder heraus. Ich finde es allerdings etwas schade, dass die Bilder, die aufgeklebt werden, nicht unbedingt im Zusammenhang mit der Geschichte vom jeweiligen Tag stehen.

Inhalt der Adventskalender-Geschichte

Kurz ein paar Worte zum Inhalt: Marie und die Geschwister Anna und Alexander werden beim Weihnachtskonzert mit ihrem Chor aus der Schule singen. Zumindest hieß es das bis zu dem Zeitpunkt, als sich die Chorleiterin das Bein gebrochen hat. Aber Marie, Anna und Alexander wollen sich mit der Absage nicht zufrieden geben. Außerdem müssen sie Geld zusammenkriegen, damit auch Basti mit auf die Chorfreizeit fahren kann. Ein geheimer Weihnachtsplan muss also her…

Zusätzlich ist die Mutter von Anna und Alexander ausgerechnet im Advent in Frankreich, um dort in einem Restaurant als Köchin auszuhelfen. Tante Fiona kommt, um sich um die Kinder zu kümmern, und sie bringt einige Gesundheitstipps für den Alltag mit. Dass sie auf einmal keinen Zucker mehr zu sich nehmen sollen, finden die Kinder nicht so toll, aber so nach und nach stellen sie immer mehr fest, wie prima ihre Tante ist.

Tipps zur gesunden Ernährung inklusive

In der Geschichte wird durch Tante Fiona viel auf die Ernährung, aber auch Yoga und Bio-Tannen etc. eingegangen. Eigentlich finde ich es ja ganz gut, wenn bei den Kindern dafür ein Bewusstsein geschaffen wird, aber ich bin mir noch nicht ganz sicher, ob mir das hier nicht doch etwas zu aufdringlich geschieht. Immerhin sind die Kinder nicht direkt Feuer und Flamme für alle Ideen von Tante Fiona, was ich durchaus für realistisch halte.

Etwas schade ist es, dass der Vater hier scheinbar für die Besorgung eines Adventskranzes oder das Plätzchen backen gar nicht erst in Frage kommt. Gut, er muss lange arbeiten, aber um den Weihnachtsbaum kann er sich ja auch kümmern. Schön ist hingegen, dass die Mutter ihren Wunsch wieder als Köchin zu arbeiten konsequent verfolgt, auch wenn es dabei Schwierigkeiten (wie die Betreuung der Kinder) gibt.

Weihnachtliche Geschichte mit ernsteren Themen

Auch wenn es eine besinnliche Geschichte ist, werden hier durchaus einige Sachen angesprochen, die zum Nachdenken (z.B. gesunde Ernährung) anregen, und darauf aufmerksam machen, dass trotz schöner Weihnachtsstimmung nicht alles „Friede, Freude, Eierkuchen“ ist (z.B. dass es Familien mit Geldsorgen gibt).

Insgesamt bekommt man hier einen Adventskalender, in dem es ganz viel um Weihnachten geht. Dies geschieht einerseits durch Themen wie Weihnachtslieder, Plätzchen backen etc., und andererseits durch das hilfsbereite Verhalten der Kinder in Bezug auf Basti, den sie auf keinen Fall ausschließen möchten. Auch wenn man zu Tante Fionas Einstellungen anderer Meinung sein kann, so bringt sie dennoch Schwung in die Geschichte.

Wer einfach einen ruhigen, schönen Adventskalender mit 24 Kapiteln sowie einem Poster, das richtig viel Weihnachtsatmosphäre verbreitet, sucht, der macht mit „Der geheime Weihnachtsplan“ sicherlich nichts falsch.

Der geheime Weihnachtsplan – Ein Poster-Adventskalender zum Vor- und Selberlesen von Katharina E. Volk und Anna Karina Birkenstock, Kaufmann Verlag, ISBN: 978-3-7806-0987-8, 14,95 €

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.