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Adventskalender: Buch mit Poster und Bastelei

(Rezensionsexemplare) Meine Familie hat insbesondere in der Adventszeit einige kleine Traditionen. Eine davon ist die gemütliche Stunde. Gemütliche Stunde heißt bei uns, dass wir uns, wenn es draußen dunkel wird, im Wohnzimmer zusammen hinsetzen. Dann werden die Kerzen am Adventskranz angezündet, wir singen gemeinsam Weihnachtslieder, knabbern ein paar Plätzchen und lesen natürlich auch zusammen etwas.

Adventskalender aus dem Kaufmann Verlag

Für diese gemütliche Stunde sind die Adventskalender aus dem Kaufmann Verlag super. Die Geschichten sind relativ kurz, so dass es auch dem Kleinen zugemutet werden kann, so lange sitzen zu bleiben. Außerdem gibt es häufig noch ein kleines Extra, welches uns zusätzlich durch die Adventszeit begleitet, z.B. ein Poster oder eine Krippe, die nach und nach gebastelt wird und von Tag zu Tag wächst.

Bereits vorgestellt habe ich euch „Die Weihnachtsgeschichte“, „Jonathan auf dem Weg nach Bethlehem“  und „Elias auf dem Weg nach Bethlehem“. Es waren alles Adventskalender, bei denen irgendwie die biblische Weihnachtsgeschichte eine Rolle gespielt hat.

Dieses Jahr möchte ich euch zwei Kalender aus dem Kaufmann Verlag vorstellen, bei denen eher das heutige Weihnachtsfest im Mittelpunkt steht.

Adventskalender mit Poster

Zu der Geschichte „Oskar und Leni retten das Weihnachtsfest“ gibt es ein großes Poster, welches Tag für Tag mit einem Bild ergänzt wird. Dieses Bild muss selbst ausgeschnitten werden, aber hier können natürlich auch die Eltern helfen. Außer den Bildchen, die man für das Poster benötigt, gibt es am Kapitelanfang noch eine kleine Illustration. Ein wenig können die Kinder also beim Lesen auch betrachten, wobei sie dabei vielleicht auch ganz gerne auf das Poster schauen.

Zwei Kinder in der Weihnachtswerkstatt

Nun noch ein paar Worte zur Geschichte selbst: Sie beginnt wie eine normale Geschichte aus der Adventszeit: Beim Aufstehen der Kinder ist natürlich der Adventskalender das Wichtigste. Ansonsten machen sich die Kinder Gedanken über Wunschzettel und den fehlenden Schnee. Auch im Kindergarten von Oskar geht es adventlich zu. Doch dann begegnet Oskar tatsächlich ein echter Engel. Und das ist noch nicht alles. Oskar und seine beste Freundin Leni werden von dem Engel sogar eingeladen die Weihnachtswerkstatt zu besuchen. Dort ist allerdings wenig von weihnachtlicher Vorfreude zu spüren, denn das Weihnachtsfest ist in Gefahr. Seit der Weihnachtsmann krank ist, sind die Wichtel verschwunden und wer soll nun die Geschenke herstellen? Oskar und Leni sind natürlich sofort bereit, die Engel dabei zu unterstützen, dennoch ein tolles Weihnachtsfest vorzubereiten. Aber ob es ihnen gelingen wird?

Mit diesem Adventskalender wird jede Menge Weihnachtsstimmung verbreitet. Hier steckt alles drin, was die Advents- und Weihnachtszeit ausmacht. Sogar Engel und Wichtel arbeiten hier Hand in Hand. Der Adventskalender ist ein richtiges Weihnachtsbuch, das aber auch die nötige Prise Spannung enthält.

Oskar und Leni retten das Weihnachtsfest von Katharina Mauder und Carmen Hochmann, Kaufmann Verlag, ISBN: 978-3-7806-0950-2, 14,95€

Adventskalender mit Stern

Beim zweiten Buch „Weihnachten in der Schneemannstraße“ wächst von Tag zu Tag ein großer Stern. Dem Buch liegt ein Sternenfächer bei und jeden Tag vergrößert eine Spitze den Stern, bis am Ende ein ganzer Stern an der Wand hängen wird. Diese Idee gefällt mir sehr gut. Das sieht toll aus und man kann sieht förmlich, wie man sich dem Weihnachtsfest nähert.

Etwas schöner hätte ich es hier gefunden, wenn das Heft nicht mit dem Karton, in dem sich der Sternenfächer befindet, verbunden wäre. Es ist beim Lesen doch angenehmer ein Heft in den Händen zu halten, als die Seiten, die nun auf dem Karton geheftet sind. Das Heft selbst ist auch nicht so sonderlich schön gestaltet. Es wirkt ein bisschen billig. Pro Geschichte gibt es auch hier nur eine kleine Illustration am Kapitelanfang, aber da jede Geschichte nur auf einer Seite Platz findet, wirkt es ein wenig so, als sollte alles möglichst platzsparend untergebracht werden. Etwas verwirrend finde ich es, dass das Bild, welches neben dem Kapitelanfang zu sehen ist, immer erst auf der Spitze des nächsten Tages zu sehen ist.

Viele weihnachtliche Erlebnisse

Inhaltlich geht es um adventliche Erlebnisse der Kinder aus der Schneemannstraße. In der Straße leben einige Kinder und so ist immer etwas los und überall gibt es etwas zu erleben. Die Geschichten bauen nicht auf einander auf, so dass es nicht schlimm ist, wenn mal ein Kind fehlt und einen Teil nicht mitbekommt. Der Adventskalender eignet sich zum Beispiel also auch gut zum Vorlesen im Kindergarten. Man kann auch eine der Geschichten unabhängig vom Kalender bei einer passenden Gelegenheit vorlesen.

24 einzelne Geschichten

Ich finde es auf jeden Fall gar nicht schlimm, dass hier keine zusammenhängende Geschichte erzählt wird, denn wenn ich mich an Adventskalender aus der eigenen Kindheit erinnere, dann war das dort die Regel. Zwar kamen teilweise die gleichen Kinder in den Geschichten vor, aber letztendlich war die Reihenfolge der Geschichten nicht zwingend und es ging in erster Linie um verschiedene Erlebnisse in der Weihnachtszeit. Ich habe diese Geschichten geliebt und ich kann mir gut vorstellen, dass es Kindern heute genauso geht. Insbesondere wenn man sich durch den Stern und den Illustrationen darauf die ganze Adventszeit wieder an die bereits gelesenen Geschichten erinnern kann.

Beide Kalender werden ab 5 Jahren empfohlen und ich denke, dass das grundsätzlich ganz gut passt. Vielleicht eignen sich die Texte durchaus auch schon für etwas jüngere Kinder, aber dadurch, dass es in den Heften selber eher wenig Illustrationen gibt, würde ich im Großen und Ganzen die gleiche Altersempfehlung wie der Verlag aussprechen.

Weihnachten in der Schneemannstraße von Ursel Scheffler und Anna Karina Birkenstock, Kaufmann Verlag, ISBN: 978-3-7806-0955-7, 14,95€

 

 

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