ab 10 Jahrenab 8 JahrenComicRezension

Rezension: Der Comic-Club

(Rezensionsexemplare) Lieben eure Kinder Comics auch so sehr? Haben sie vielleicht sogar Spaß daran, selbst kleine Comics zu entwerfen? Dann kann ich euch nur den umfangreichen Comic „Der Comic-Club“ empfehlen.

Vier kreative Kinder

In dem Comic lernen wir vier unterschiedliche kreative Kinder kennen: Makayla, Howard, Lynda und Art. Während Makayla lauter Ideen für eine Fortsetzungsgeschichte hat und kaum weiß, wie sie all ihre Gedanken und Ideen in einer Geschichte unterbringen soll, zeichnet Lynda sehr detailgetreu und lange an ihren Zeichnungen und hat trotzdem stets das Gefühl, dass diese nicht gut genug sind. Howard liebt es zu zeichnen, aber er findet es schwierig eine Geschichte zu erfinden. Außerdem stößt er mit seinem Hobby bei seinem Vater nicht gerade auf Begeisterung. Art hat immer wieder neue Ideen und möchte lauter verschiedene Dinge ausprobieren.

Gemeinsam kommen die Kinder im Comic-Club zusammen, den sie neu gründen. Dabei werden sie von der Bibliothekarin mit viel Wissen unterstützt. Sie geben sich gegenseitig Tipps, kommen in ihrer Arbeit voran und entwickeln sich dabei auch grundsätzlich weiter.

Es macht Spaß ihre Entwicklung zu verfolgen. Die Dynamik unter ihnen ist ebenso klasse und man freut sich über gegenseitiges aufeinander zu gehen und unterstützen. Man erlebt ihre Gefühlsausbrüche mit, fühlt mit ihnen, wenn sie an sich zweifeln und freut sich, wenn man sieht, was sie schaffen können.

Viel Wissen rund um die Erstellung von Comics

Ganz besonders wird das Buch aber noch durch eine andere Sache: Mit den Kindern gemeinsam lernt man jede Menge über die Erstellung von Comics. Wie baut man einen Comic auf, was sind Mini-Comics, wie kann man eine Vorlage erstellen, wie nennt man Bildsymbole in Comics, was kann man wie mit Körpersprache und Gesichtsausdrücken darstellen und vieles mehr. Hier erlangt man einiges an Wissen rund um Comics und vor allem ihre Erstellung. Wenn man selbst gerne zeichnet, bekommt man so sofort Lust loszulegen.

Viele der Themen, die hier innerhalb der Geschichte durch die Bibliothekarin so toll erläutert werden, sind auch wirklich Fragestellungen, die Kinder sich stellen. Ich weiß noch, dass ich lange mit meinem Sohn vor ein paar Jahren nach den richtigen Stiften zum Zeichnen gesucht habe. Auch dies wird in dem Buch thematisiert.

Und natürlich werden alle angesprochenen Dinge auch in dem farbig illustrierten Comic selbst wunderbar mit Bildwörtern, Körpersprache, Soundwörtern etc. dargestellt.

Infos zur Entstehung des Buches

Richtig cool finde ich auch, dass die Macher:innen des Buches am Ende zu ihrer Arbeit interviewt wurden und dass sogar erzählt wird, wie dieser Comic Schritt für Schritt (Seitenaufteilung, Layouts, Vorzeichnungen etc.) entstanden ist. Dabei wird einerseits berichtet, wie die einzelnen Schritte durchgeführt wurden und andererseits wird auch erwähnt, welches Material und welche Programme verwendet wurden (z.B. Bleistift, Scanner, Procreate etc.). Das finde ich zum einen sehr interessant, aber auch hilfreich für Kinder, die das alles selber mal ausprobieren möchten.

Ich kann das Buch „Der Comic-Club“ wirklich nur allen Kindern, die Comics lieben, ab 8 Jahren empfehlen – insbesondere dann, wenn sie auch selber gerne kreativ sind. Das Buch ist aber durchaus auch noch für 10-12-jährige sehr gut geeignet.

Der Comic-Club von Raina Telgemeier und Scott McCloud, übersetzt von Jan-Frederik Bandel, Carlsen Verlag, ISBN: 978-3-551-80738-0

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