Rezension: Der schlechteste Pirat der Welt

Das Leben von Piraten übt auf viele Kinder eine besondere Faszination aus. Es riecht nach Abenteuer, Freiheit, Meer, Schatzsuche und wilden Typen – also unglaublich spannend.

Aber was ist, wenn die Piraten gar nicht den üblichen Vorstellungen entsprechen? Wenn sie zwar auf einem Piratenboot leben und übers Meer fahren, aber dennoch irgendwie alles anders ist? Dann kommt dabei ein unglaublich lustiges Kinderbuch heraus: „Der schlechteste Pirat der Welt“.

Wie wird man ein Piratenschiff los?

Die Bezeichnung bezieht sich dabei auf Karl-Heinz. Karl-Heinz hat das Boot „Schaukelnder Schorsch“ von seiner Mutter, der Grausigen Gudrun, bekommen, aber wirklich wohl fühlt er sich auf dem Meer nicht. Ganz viele Piratensachen mag er einfach nicht und besonders gut segeln kann er auch nicht. Hinzu kommt, dass seine Mannschaft nur aus zwei Kindern (den Zwillingen Emmi und Lenni) und einer Ziege, die sich für eine Ente hält, besteht. Da ist es geradezu verständlich, dass es Karl-Heinz` größter Wunsch ist das Schiff zu verkaufen und ein anderes Leben zu beginnen, von dem er jedoch auch nicht die geringste Vorstellung hat.

Bei dem Versuch einen Käufer zu finden, wird seine Mannschaft nach und nach größer: Eine Mechanikerin, ein Sekretär und eine strickende Oma kommen dazu und so langsam besitzt der Schaukelnde Schorsch doch irgendwie zwar eine bunt zusammengewürfelte jedoch funktionierende Mannschaft…

Witzig und kurios

Das Buch spielt mit den Vorstellungen, die man vom Piratenleben hat. Hier wird alles einfach mal auf den Kopf gestellt, wodurch viele lustige Situationen entstehen. Hinzu kommen die besonderen Charaktere, die man so in einer Piratengeschichte eigentlich nicht erwarten würde. Sie machen die Geschichte bunt und besonders.

Der Inhalt und die Figuren sind aber nur ein Teil des Witzes. Das Buch weist auch an vielen Stellen Wort- und Sprachwitz auf. Daran hatte ich besonders viel Spaß. Kindern fällt er jedoch nicht unbedingt an allen Stellen auf, was jedoch nicht weiter schlimm ist, da das Buch insgesamt humorvoll geschrieben ist. Hier kommen Kinder und Eltern auf ihre Kosten.

Toll aufgemachtes Kinderbuch

Das Buch kommt in toller Aufmachung daher. Es besitzt ein Lesebändchen und ist von Mele Brink mit lustigen Illustrationen versehen. Auch sie enthalten jede Menge Witz und lassen uns eine Vorstellung der verschiedenen Szenen bekommen. Mein Sohn hat es ganz gut auf den Punkt gebracht: Die Figuren sehen genauso aus, wie sie beschrieben werden. Schön ist auch der fortlaufende Streifen oben auf den Seiten, der den Fortlauf der Geschichte in kleinen Bildern aufzeigt.

Auch bei meinem Sohn, dem Bücherzwerg, findet ihr eine Rezension zu diesem Kinderbuch.

Kinderbuch: Der schlechteste Pirat der Welt

Der schlechteste Pirat der Welt von Andrea Lienesch, illustriert von Mele Brink, Edition Pastorplatz, ISBN: 978-3-943833-38-6, 13€

Das Buch „Der schlechteste Pirat der Welt“ ist ebenso wie „Wenn Line nachts nicht schlafen kann…“ und „Robert räumt auf“ im Frühjahr 2020 bei der Edition Pastorplatz erschienen. Auch die zwei neuen Bilderbüchern habe ich euch in Rezensionen vorgestellt.

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