Rezension: Suchen und Finden mit Kasimir

Von vielen beliebten Kinderbuchfiguren gibt es irgendwann ein Pappbilderbuch oder ein Wimmelbuch für die Kleinen. So auch von dem Biber Kasimir, der in verschiedenen Bilderbüchern u.a. Kuchen backt, Bohnen anpflanzt, tischlert und Reifen flickt.

Was bietet einem ein solches Buch?

Letztes Jahr kam nun das Wimmelbuch „Suchen und Finden mit Kasimir“ heraus. An sich eine nette Sache. Allerdings muss man bei diesen Büchern durchaus genau hinschauen, ob sie für die Kleinen überhaupt Sinn machen und ob z.B. Bilder aus bereits erschienenen Büchern verwendet werden. Bei diesem Wimmelbuch ist es tatsächlich sogar so, dass sowohl Bilder als auch die Texte, die sich auf den jeweiligen Doppelseiten befinden, übernommen wurden. Ich kenne nicht alle Bände von Kasimir, aber ich glaube, dass aus jedem Buch eine Seite für das Wimmelbuch verwendet wurde. Für Kasimir-Fans, die bereits die einzelnen Bilderbücher haben, lohnt sich dieses Buch also nicht.

Wimmelbuch mit Suchaufträgen

Für kleinere Kinder ist das Buch aber durchaus nett, wobei ich den Text etwas abgeändert hätte. Ausdrücke wie „am nächsten Morgen“ oder ähnliches machen den Eindruck, dass eine fortlaufende Geschichte erzählt wird, was jedoch nicht der Fall ist. Vielmehr werden verschiedene Räume von Kasimir präsentiert, in denen er etwas sucht – zum Teil zusammen mit seinem Freund Frippe.

Die Kinder werden – wie es sich für ein Wimmelbuch gehört – dazu aufgefordert einige Dinge mit zu suchen. Wo befindet sich in der Tischlerwerkstatt der Besen, wo werden die Pinsel aufbewahrt, wo stehen in der Küche die Teller und wo hängt im Schuppen der Gartenschlauch?

Auf den Bildern passiert kaum etwas. Von den Bibern sieht man sogar teilweise nicht mehr als ihr Hinterteil, da sie mit dem Gesicht in Schränken und Schubladen suchend verschwinden. Dafür können Kinder aber jede Menge Gegenstände entdecken und benennen, die sie zum Teil aus ihrem eigenen Alltag kennen. Mit Nadelkissen, Reifenheber und Sense gibt es aber vielleicht auch noch ein paar neue Wörter für den wachsenden Wortschatz.

Die Bilder sind freundlich und ansprechend gezeichnet und alles ist gut zu erkennen. Man kann in ganze, eingerichtete Räume blicken.

Das Buch ist ein schönes Wimmelbuch, mit dem man den Titelhelden und seinen Freund Frippe ein wenig kennen lernen kann. Man kann es aber auch einfach als ein normales Wimmelbuch betrachten ohne sich weiter in die Bücherwelt von Kasimir vertiefen zu müssen. Für Kasimir-Fans wäre es schöner gewesen, wenn das Buch auch etwas Neues zu bieten gehabt hätte.

Suchen und Finden mit Kasimir von Lars Klinting, Oetinger Verlag, ISBN: 978-3-7891-2452-5, 9,99€

2 Gedanken zu „Rezension: Suchen und Finden mit Kasimir

  • 26. August 2017 um 17:37
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    Danke dir für die ehrliche Rezension. Wir sind mit diesem Buch bei Kasimir und Frippe eingestiegen, so war es nicht schlimm. Aber wenn man die beiden schon kennt, ist es ja wirklich enttäuschend, nichts Neues darin zu entdecken. Wohl eine „günstige“ Variante für ein Buch mehr. Schade.

    Antwort
    • 26. August 2017 um 18:27
      Permalink

      Ja, als Einstieg ist es sicherlich schön. So ist es an sich ja auch gedacht, trotzdem schade, dass es keine weiteren Bilder gibt.

      Antwort

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