Schnelle Spiele für Kinder ab 5 Jahren
Heute möchte ich euch zwei Spiele für Kinder ab etwa 5 Jahren vorstellen, bei denen es etwas hektischer zu geht: Ligretto Kids und Dobble.
Beide Spiele sind schon richtige Klassiker und es existieren verschiedene Varianten von ihnen. So gibt es von Ligretto zum Beispiel auch die Originalversion für große Kinder, Jugendliche oder Erwachsene und von Dobble gibt es lauter unterschiedliche Ausführungen zu verschiedenen Themen.
Wie gesagt, bei beiden Spielen kommt es auf Tempo an, aber beide Spiele haben auch gemeinsam, dass die Runden schnell mal zwischendurch gespielt sind und man sie im Prinzip überallhin mitnehmen und spielen kann. Es sollten nur keine Gläser in Reichweite auf dem Tisch stehen, die man möglicherweise im Eifer des Gefechts umstoßen könnte.
Wie funktionieren die Spiele?
Ligretto Kids
Ich fange mal mit Ligretto Kids an. Alle Mitspielenden bekommen ein Kartenset – erkennbar an der Rückseite. Es gibt ein Set mit Schmetterlingen, eins mit Blumen, eins mit Kokosnüssen und eins mit Ananas auf der Rückseite. Schnell hat da jedes Kind sein Lieblingsset, wobei alle natürlich fürs Spielen genau gleich sind.
Auf den Karten sind Tiere abgebildet: Krokodil, Affe, Papagei und so weiter. Außerdem hat jede Karte eine Farbe: Lila, Pink, Gelb, Grün und weitere. Es gibt blaue Affenkarten, blaue Papageikarten, blaue Krokodilkarten und genauso gibt es Tigerkarten in gelb, grün, lila und so weiter.
Alle spielen gleichzeitig
In der Mitte werden so viele Stapel gebildet wie Kinder mitspielen. Wenn es losgeht, spielen alle gleichzeitig. Man deckt von seinem Set immer eine Karte auf und schaut, ob sie mit einer Karte der Stapel übereinstimmt – entweder in der Farbe oder im Tier. Passt eine der Kategorien so darf man die Karte ablegen. Und dann schnell schauen, wie es mit der nächsten Karte aussieht. Kann man eine Karte mal nicht ablegen, so kommt sie auf den eigenen offenen Ablegestapel, der wieder aufgenommen wird, wenn alle Karten durchgespielt wurden. Außerdem darf man passende Karten, die oben auf dem Ablagestapel liegen, ebenfalls spielen. Ziel ist es als erstes alle Karten in der Mitte loszuwerden.

Dabei wird es natürlich durchaus mal hektisch und chaotisch. Man darf nicht herumträumen, sondern muss die ganze Zeit auf Zack bleiben. Dabei ist es anfangs für die Kinder gar nicht so einfach alles im Blick zu behalten: Karten in der Hand, die Karten in der Mitte sowie den Ablagestapel. Auch braucht es eine Weile bis sie schnell weiterspielen, wenn eine Karte nicht passt. Zunächst überlegen sie dann länger und gucken noch und noch mal, während die anderen munter weitere Karten ablegen. So ändert sich die Situation auf den Stapeln auch immer wieder und eine Karte, die gerade noch passte, geht auf einmal nicht mehr oder umgekehrt.
Spaß und Lerneffekt
Man kann bei diesem Spiel aber auch einen hohen Lerneffekt feststellen. Die Kinder werden hier in kurzer Zeit schneller und behalten besser den Überblick. Und Spaß macht das Spiel sowieso. So ist es kein Wunder, wenn man nach einer Runde noch eine spielt. Und dann noch eine und dann noch eine. Auch wenn eigentlich schon die vorletzte Runde die allerallerletzte sein sollte.

Ligretto Kids von Britta Fiore, Illustrationen Fiore GmbH, Schmidt Spiele, ab 5 Jahren für 2-5 Spielende
Dobble
Das Kartenspiel Dobble kommt in einer runden Metalldose daher, denn auch die Karten mit jeweils 8 Symbolen sind rund. Im Originalspiel sieht man auf den Karten zum Beispiel einen Dino, einen Clown, ein Schloss, einen Anker, einen Geist, einen Blitz, eine Möhre und einiges mehr.
Das Spannende ist nun, dass es zwischen zwei Karten immer genau ein Symbol gibt, das auf beiden vorkommt. Dahinter steckt ein mathematisches Prinzip, so dass sich das logisch erklären lässt, aber ich finde es weiterhin total faszinierend, dass das immer genau so zutrifft.
Es gibt verschiedene Spielvarianten. Gemeinsam ist ihnen allen, dass man immer so schnell wie möglich herausfinden muss, um welches gemeinsame Symbol es sich handelt. Vor allem schneller als die Mitspielenden.
Verschiedene Spielvarianten
Eine Variante ist zum Beispiel, dass es in der Mitte einen großen Kartenstapel gibt. Die oberste Karte ist offen. Alle Mitspielenden bekommen zunächst eine Karte und dann geht es los. Auch hier spielen alle gleichzeitig. Wer entdeckt, welches Symbol auf der Karte in der Mitte mit der eigenen übereinstimmt und dieses laut ausruft, bekommt die Karte in der Mitte. Sie kommt einfach über die eigene Karte und wird als nächstes benutzt. Denn sofort geht es weiter mit der nächsten Karte. So lange bis alle Karten aus der Mitte verschwunden sind. Wer dann die meisten Karten ergattern konnte, hat gewonnen.

Hier muss man schnell die Symbole auf den Karten erfassen und vergleichen. Manchmal sieht man sofort, um welches Symbol es gerade geht, aber manchmal verzweifelt man auch und denkt, hier ist gar nichts gleich. Das stimmt natürlich nicht, aber es kann vorkommen, dass man es eine ganze Weile lang nicht sieht.
Dobble haben wir schon eine ganze Weile und ich habe es bisher hauptsächlich mit den Größeren gespielt. Mittlerweile kann aber die Kleine mit ihren 5 Jahren auch schon gut mitspielen. Klar, die Großen sind hier durchaus noch überlegen, aber wenn die Kleine und ich alleine spielen, dann hat sie auch ihre Triumpfmomente.

Dobble von Denis Blanchot, Jacques Cotterau und Play Factory, Zygomatic – Asmodee Group, ab 5/6 Jahre , für 2-6 Spielende
