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Rezension: Wer hilft dem kranken Osterhasen?

(Rezensionsexemplar/Werbung) Vor Weihnachten fülle ich immer eine Holzkiste im Wohnzimmer mit schönen Weihnachtsbüchern für die Kinder. Vor Ostern mache ich das nicht. Zum einen habe ich noch nie darüber nachgedacht und zum anderen habe ich da auch nicht so eine große Auswahl an Kinder- und Bilderbüchern wie zur Advents- und Weihnachtszeit.
Aber einzelne Bilderbücher passend zu Ostern haben wir. Eins ist gerade ganz neu hier eingezogen und wird bereits mehrfach täglich von unserer Tochter angeschaut: „Wer hilft dem kranken Osterhasen?

Ich gebe zu, dass ich durch die hübschen Glassteine auf dieses Buch aufmerksam wurde. Dieses kleine Extra fand ich direkt nett und ich dachte mir, dass meine Kinder das schön finden. An das Buch selbst hatte ich ansonsten keine Erwartungen. Aber in diesem Osterbuch steckt wirklich einiges drin.

Wie doof! Osterhase Oskar hat sich den Fuß verletzt. Wie sollen denn nun die Ostereier verteilt werden? Zum Glück hat er gute Freunde, die sich sofort anbieten, seine Arbeit zu übernehmen.

Bunte Glassteine als Highlight

Natürlich sind die bunten Glassteine ein Highlight dieses Buches. Sie verleiten dazu, begeistert über die glatte Oberfläche zu streichen. Außerdem können mit Hilfe dieser Ostereier die Farben mit den Kindern geübt werden. Sie werden sogar in dem Buch explizit benannt. Darüber hinaus kann man die Kinder die Steine immer wieder zählen lassen. Dadurch, dass die Eier auf einzelne Seiten aufgeklebt sind und die Ausstanzungen nur teilweise durch das ganze Buch gehen, werden es von Seite zu Seite weniger Ostereier. Das kann mit den Kindern prima überprüft werden. Unbewusst lernen sie dabei erste mathematische Operationen kennen: Ein Ei wird weggenommen und die Menge wird um eins reduziert.

In der Geschichte selbst geht es ums Helfen und darum, dass jedes Tier andere Stärken hat. So kann der Bär zum Beispiel ohne Probleme viele Eier auf einmal tragen, während die Maus gut in alle Ecken hineinkommt. Zusammen sind sie die besten Vertretungs-Osterhasen.

Gereimter Text und freundliche Illustrationen

Einzelne Textstellen sind gereimt, wobei das Schema und der grobe Inhalt stets derselbe bleibt. Hier können die Kinder nach einer Weile schnell mitsprechen.

Auf den Bildern sind die Tiere vermenschlicht dargestellt. Alles wirkt freundlich und ansprechend. Und zu entdecken gibt es neben der Haupthandlung auch etwas: Der Osterhase ist auf jeder Seite zu finden.

Fazit

In diesem Bilderbuch steckt also auf vielen Ebenen etwas drin: Die Kinder können Zahlen und Farben lernen, die Glassteine laden dazu ein, erfühlt zu werden, der Inhalt enthält mitmenschliche Botschaften, die Bilder können erforscht und der Text kann mitgesprochen werden. Insgesamt ein rundum gelungenes Buch für Kinder ab etwa 3 Jahren.

Wer hilft dem kranken Osterhasen? von Kristin Lückel und Kerstin M. Schuld, Ernst Kaufmann Verlag, ISBN: 978-3-7806-6520-1, 16 €

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