Rezension: Die Schleifüchse und der falsche Geist

Wie ich euch neulich bei meinem Artikel über die kleinen wunderbaren Kinderbuchverlage, bei denen ich mich bei Messebesuchen immer besonders wohl fühle, geschrieben habe, beginne ich nun damit euch die Bücher, die ich euch nur in Kurzfassung gezeigt habe, etwas ausführlicher vorzustellen.

Beginnen möchte ich heute mit dem Buch „Die Schleifüchse und der falsche Geist“.

Inhalt des Kinderbuchs

Die Kinder Anna-Livia, Dana, Falk und seit neustem auch Tristan leben in einem Internat in der Nähe von Schleswig. Um sie herum passieren ein paar merkwürdige Dinge: Ein Radfahrer fährt nach einem Sturz schnell davon und verschwindet. Am Ufer der Schlei ist auf einmal ein eingezäuntes Gelände, das man kaum einsehen kann, auf dem sie einem unheimlichen Mann begegnen, der dort angeblich Flusskrebse züchtet. Und dann erzählt der Koch auch noch Anna-Livia etwas von dem Geist eines Verstorbenen der an der Schlei herumspukt…

Die Kinder gründen den Dektivclub „Schleifüchse“ und versuchen etwas über die Vorgänge herauszubekommen, wobei sie in Gefahr geraten. Anna-Livia, die sich schnell fürchtet, ist das eigentlich alles zu viel, aber sie hält natürlich zu ihren Freunden. Zwischen Falk und Tristan kommt es bei den Ermittlungen immer wieder zu Streitigkeiten, da beide gerne den Ton angeben. Dana ist ziemlich cool und lässt sich so schnell nicht unterkriegen, allerdings geht das manchmal auch ein wenig auf Kosten ihrer Freundin Anna-Livia.

Rezension des Kinderbuchs

Am Ende des Buches wird irgendwie die Bedeutung von Mommes Geist und die Suche nach ihm etwas zu sehr betont. Meines Erachtens hat die Entdeckung und das Lösen des Falls damit weniger zu tun, aber das ist nur als kleine Bemerkung am Rande, da es mich etwas irritiert hat. Für die Geschichte insgesamt hat es kaum Bedeutung.

Kleinere Schwierigkeiten zu Beginn des Buches

Beim Lesen dieses Buches macht man eine erstaunliche Wandlung durch. Als ich das Buch aufschlug, empfand ich den Druck als etwas zu klein und gedrängt, irgendwie unangenehm zu lesen. Außerdem hatte ich das Gefühl, dass unglaublich viele Adjektive und möglichst passende, kreative Wörter im Text verwendet wurden. So als würden Kinder bei einem Aufsatz gerade darauf hingewiesen werden, auf eine abwechslungsreiche Wortwahl zu achten. Das fand ich schon etwas anstrengend zu lesen, da es mir einfach zu viel des Guten war. Hinzu kommt noch, dass keines der Kinder einem am Anfang des Buches sonderlich sympathisch ist. Es gibt einige unangenehmere Charakterzüge, aber letztendlich sorgt die Unterschiedlichkeit der Kinder für eine gewisse Spannung und auch zu der einen oder anderen Auseinandersetzung, was recht authentisch ist.

Es wird immer spannender

Und so lernt man die Kinder immer besser kennen und wird gefühlsmäßig immer mehr auf ihre Seite gezogen. Außerdem fällt einem das, was einem zu Beginn des Buches noch gestört hat, je weiter man im Buch kommt, immer weniger auf. Am Ende habe ich gar nicht mehr feststellen können, inwiefern hier vermehrt Adjektive etc. vorkommen, denn die Geschichte zieht einen immer mehr in den Bann. Es wird richtig spannend und natürlich möchte man unbedingt wissen, wie der Fall ausgeht.

Empfehlung des Kinderbuchs

Betrachte ich nun im Nachheinein das Buch als Ganzes, so muss ich sagen, dass es sich um einen spannenden Kinderkrimi mit interessanten Charakteren handelt. Lasst euch also von kleineren Zugangsschwierigkeiten zu Beginn des Buches nicht abschrecken. Es lohnt sich!

Im Übrigen sollte man wissen, dass das Buch bereits am Anfang dieses Jahrhunderts spielt, ansonsten ist man doch an der einen oder anderen Stelle überrascht und wundert sich zum Beispiel kurz darüber, warum die Kinder noch analoge Kameras besitzen.

Die Schleifüchse und der falsche Geist – Ein Kinderkrimi aus Schleswig-Holstein von Gea Nicolaisen, illustriert von Isabel Kaboth, Verlag Monika Fuchs, ISBN: 978-3-947066-17-9, 14,90€

Aus dem Verlag Monika Fuchs habe ich euch vor Kurzem außerdem das empfehlenswerte Buch “Magie hoch zwei – Operation Waldmeister” vorgestellt. Es ist der Beginn einer Reihe, deren weitere Bände ich auch noch gerne kennen lernen möchte.

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