Rezension: Kalle und Elsa – Ein Sommerabenteuer

(Werbung/Rezensionsexemplar) Sommer, Sonne, Strand – oh, was kann man da alles für Abenteuer erleben. Richtige Sommerabenteuer so wie bei „Kalle und Elsa – Ein Sommerabenteuer“.

Das fantasievolle Spiel der Kinder

Das Cover weckt direkt die Sehnsucht nach dieser besonderen Zeit im Jahr, nach Salzgeruch, weichem Sand und einer Meeresbrise. Wenn man das Buch dann aufschlägt und die beiden Kinder auf ihren Fahrrädern durch den Wald an den Strand fahren sieht, wird dieses Gefühl noch verstärkt und man kann sich förmlich in diese Szene hinein fühlen. Am Strand geht es dann auch ganz normal los. Die Kinder testen die Temperatur des Wassers und die Eltern richten einen Liegeplatz ein. Aber dann legen Elsa und Kalle mit ihrem Spiel los. Sie graben ein Loch, welches zu einer Falle wird. Wen sie damit wohl fangen könnten? Vielleicht ein Meeresungeheuer oder doch eher einen Strandlöwen? Immer mehr tauchen die Kinder in ihrer Spielwelt ein bis sie sich am Ende des Spiels mit einem Picknick im Hier und Jetzt stärken.

Fantasie und Realität

Das Buch ist eine interessante Mischung aus Fantasie und Realität und spiegelt herrlich das Spiel von Kindern wieder. Aus wenigen Mitteln schaffen sie eine ganze Fantasiewelt. Sie spielen am Strand, nutzen die Sachen vor Ort, sind aber in ihrem gemeinsamen Spiel.  Es ist gar nicht immer so leicht von außen zu unterscheiden, was gehört zur realen Welt und was spielt sich in den Köpfen der Kinder ab. Aber genau diese Schwelle zwischen Fantasie und Wirklichkeit macht dieses Abenteuer so spannend.

Keine Klischees

Ganz toll ist hier auch, dass die Kinder unterschiedliche Hautfarben haben und der Junge eine Badehose mit pinken Streifen trägt. Und besonders toll finde ich es, dass das überhaupt nicht thematisiert wird, sondern einfach als normal und gegeben hingenommen wird, so wie es ja auch sein soll. Ich muss sogar zugeben, dass mir dies, da es nicht thematisiert wird, auf den ersten Blick auch gar nicht aufgefallen ist und das ist doch eigentlich gut so! Auch die Rollenverteilung gefällt mir: Das Mädchen ist die Wilde, der Junge ist etwas zurückhaltender. Ja, so ist es doch auch in der Realität. Es gibt wilde Mädchen und ruhige Jungs und genauso gibt es auch abenteuerlustige Jungs und stille Mädchen.

Wunderschöne Illustrationen

Die herrlichen Bilder laden ein, sich mit Kalle und Elsa in ihre Fantasiewelt zu begeben. Es sind Bilder, die einen mit aller Wucht ansprechen und die man sich einfach ganz intensiv angucken muss. Sie laden dazu ein, dieses Buch aufzuschlagen und die Fantasie spielen zu lassen. Gleichzeitig erfasst einen aber auch ein Sommergefühl und eine Sehnsucht nach dem Meer sowie nach ausgelassener Kindheit.

Ich kann dieses Buch nur empfehlen, denn ich liebe Bücher, in denen es um den Lesespaß und Fantasie geht. Wer pädagogische Botschaften in Büchern sucht und sich nicht in das Reich der Fantasie wagt, sollte um dieses Buch jedoch besser einen Bogen machen.

Kalle und Elsa – Ein Sommerabenteuer von Jenny Westin Verona und Jesus Verona, übersetzt von Karl-Axel Daude, Bohem Verlag, ISBN: 978-3-95939-066-1, 16,95€

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