Rezension: Otto ist ein Nashorn

GRUMMP und HONK – viel mehr macht das Nashorn Otto nicht, welches auf einmal bei Topper im Haus steht. Es möchte nur jede Menge zu Fressen haben, gerne Roggenbrote und Heu, ansonsten genügen ihm aber auch die Bücher in der Wohnung. Wie es dort überhaupt hinkommt? Tja, das ist ein wenig ungewöhnlich: Topper besitzt einen Zauberstift, mit dem er an die Wand ein Nashorn gezeichnet hat und kaum hat er sich einmal umgedreht, steht dieses lebendig im Zimmer und das Abenteuer nimmt seinen Lauf.

Ein Kinderbuch mit viel Witz

Das Buch „Otto ist ein Nashorn“ ist eine herrlich verrückte und fantasievolle Geschichte. Die Idee der lebendig gewordenen Zeichnung wird hier toll umgesetzt. Das Kuriose ist den Figuren zwar durchaus bewusst, aber dennoch integrieren sie die Geschehnisse in ihren Alltag beziehungsweise versuchen sie das Problem mit dem hungrigen und schweren Nashorn auf ihnen bekannte Wege zu lösen (Futter einkaufen, Polizei anrufen etc.). Es ergeben sich viele lustige Situationen, die jedoch nicht nur auf dem Ereignis mit dem Nashorn beruhen, sondern auch auf den originellen Figuren. Jede Figur, die in dem Buch auftritt, ist besonders und sehr eindrücklich. Es macht richtig viel Spaß die Geschichte rund um Topper und das Nashorn zu lesen.

Ein älteres Buch, welches auch heute noch ankommt

Das Buch eignet sich zum Vorlesen für Kinder ab 6 und zum Selberlesen für Kinder ab etwa 8 Jahren. Bunte Illustrationen finden sich auf vielen Seiten. Sie sind ebenso kurios wie die Geschichte und lustigerweise erkennt sogar mein Sohn an ihnen, dass das Buch eigentlich ein älteres Buch ist, welches bereits Anfang der 70er Jahre herausgekommen ist  und nun in einem anderen Verlag wieder aufgelegt wird. Ich finde es klasse, dass das Buch noch mal neu herausgekommen ist und dass sogar mit den alten Bildern, was ja nicht unbedingt selbstverständlich ist. Ja, man sieht dass dies keine modernen Kinderbuchillustrationen sind, aber gefallen haben sie uns (sowohl mir als auch meinem Sohn) dennoch. Interessant ist nur, dass man Bildern doch irgendwie ihre Zeit ansieht. Dem Text übrigens auch an einigen Stellen, aber auch das nimmt dem Buch nichts an seinem Witz (wobei man manches sicherlich heute nicht so schreiben würde). Ich bin mir jedenfalls sicher, dass ich noch mehr Bücher von dem dänischen Autoren Ole Lund Kirkegaard lesen möchte!

Otto ist ein Nashorn von Ole Lund Kirkegaard, WooW Books, ISBN: 978-3-96177-015-1, 10€

6 Gedanken zu „Rezension: Otto ist ein Nashorn

  • 16. Februar 2018 um 08:11
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    Das Cover des Buches sieht man an, das es mal anders ist. Irgendwie ungewohnt und ich war am Überlegen ob es mir gefällt. Mit dem Blick Erstausgabe in den 70ern passt es wieder. Leider noch nicht für uns geeignet. Aber man weiß ja nie was kommt.

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    • 16. Februar 2018 um 08:42
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      Witzig, dass man Illustrationen einer Zeit zuordnen kann, oder?

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        • 16. Februar 2018 um 09:54
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          Ich kann es auch schwer in Worte fassen.

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  • 17. Februar 2018 um 21:31
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    Mhmmm, ich muss sagen, dass mich das Buch auf den ersten Blick nicht anspricht. Ich werde mal schauen, ob ich in unserer Bücherei mal einen Blick hineinwerfen kann, denn die Rezension hat mich dann doch neugierig gemacht.
    Es gibt auch einen Film zum Buch, oder?

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    • 17. Februar 2018 um 22:58
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      Ja, das habe ich im Nachhinein auch gesehen. Den kenne ich aber nicht.

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