Adventskalender-Ideen
Ich liebe die Adventszeit und ich mag es auch, es sich in dieser Zeit mit der Familie besonders schön zu machen. Für mich gehören auch kleine Überraschungen oder gemeinsame Aktionen mit dazu. Hier denke ich unter anderem an den Adventskalender. In letzter Zeit gibt es ja unzählige verschiedene Adventskalender zu jedem denkbaren Thema zu kaufen. Da kann man sich kaum entscheiden. Tatsächlich finde ich auch viele davon verlockend, aber gleichzeitig liebe ich es auch, Adventskalender selber zusammen zu stellen.
In diesem Artikel möchte ich euch ein wenig über unsere Adventskalender und vielleicht die eine oder andere neue Idee dazu erzählen. Außerdem gehe ich noch kurz darauf ein, welche Art von gekauften Kalendern in Bezug auf Bücher und Spiele uns durch den Advent begleiten.
Geteilter Adventskalender
Zunächst einmal möchte ich sagen, dass wir drei Kinder haben. Diese drei Kinder teilen sich einen Adventskalender, so dass jedes von ihnen acht Mal im Advent an der Reihe ist. Das funktioniert hier sehr gut. Grundlage eines jeden Adventskalenders sind selbstgenähte Säckchen, die befüllt an einer Gardinenstange hängen.

Ich bin immer noch sehr zufrieden damit, dass die Kinder sich den Adventskalender teilen. So hat man ein wenig mehr Spielraum für die einzelnen Überraschungen und kann eher etwas kaufen, was dann auch wirklich genutzt wird. Acht Dinge pro Kind fallen einem auch recht schnell ein, während es bei 24 schon schwieriger werden kann. Und wenn ich dann doch mal wieder zu viele Ideen habe, dann kann ja auch der Wichtel oder der Weihnachtself die eine oder andere Sache mal vorbei bringen.
Kleinigkeiten
Wir hatten natürlich schon öfter mal einen Adventskalender mit den üblichen Kleinigkeiten: Besondere Süßigkeiten, Schleichtiere (gerne auch gebraucht gekauft), hübsche Stifte, kleine Blöckchen, Spielzeugautos, Spiellebensmittel für die Spielküche, Duplo-Steine und Figuren, Flummis, Badeschaum und ähnliches. Es gab aber auch schon mal kleine Deko, die dann bei der Wichteltür aufgestellt werden konnte, oder Weihnachtsdeko für das Kind selbst. Letztes Jahr waren bei meiner Tochter Sachen aus einem gekauften Playmobil-Adventskalender drin, die ich dann entsprechend aufgeteilt habe. Ich hatte den Adventskalender im Angebot nach der Weihnachtszeit in einem anderen Jahr bereits gekauft.


Kreative Aufgaben
In einem Jahr gab es pro Kind verschiedene kreative Aufgaben. Der Große bekam Anleitungen zum Zeichnen von Harry Potter-Figuren, der Mittlere hat sich mit verschiedenen Materialien einen kleinen Wichtel-Zauberwald aufgebaut und die Kleine durfte Baumanhänger aus Pappe und Holz anmalen. Das waren alles keine großen Sachen und ich hatte sie noch mit etwas anderem kombiniert.


Punkte sammeln und einlösen
In einem Jahr haben mich die ganzen Kleinigkeiten genervt, die dann doch meist irgendwann in der Ecke liegen und ich wollte den Kindern lieber ein größeres Geschenk machen. Dafür mussten sie im Advent verschiedene Aufgaben erledigen, für die sie dann Glasmünzen bekamen. Am Ende war dann das Geschenk in einem Koffer verstaut, der mit einem Zahlencode gesichert war. Um Hinweise für den Code zu bekommen, mussten sie ihre gesammelten Glasmünzen ausgeben.
Hier ein paar der Aufgaben: Sie sollten einen Filmabend vorbereiten (inklusive Film und Snacks), sich ein Weihnachts-T-Shirt gestalten, jemanden einen Weihnachtsgruß senden, die schönste und die hässlichste Deko im Ort fotografieren, ein Weihnachtslied auf irgendeine Art und Weise vortragen, ein „Puppentheater“ mit gebastelten Figuren aus Holzlöffeln aufführen, einen Snackteller für unsere gemütliche Weihnachtsstunde (mit singen und vorlesen) vorbereiten und ein Weihnachtsgedicht schreiben.



Gemeinsam etwas aufbauen
Meine beiden Lieblingsadventskalender sind die Krippe und der Weihnachtsmarkt. Hier haben die Kinder nach und nach Materialien bekommen, mit denen die Landschaften aufgebaut wurden. Diese mussten sie dann natürlich noch entsprechend gestalten. So gab es bei der Krippe zum Beispiel Tiere und Holzfiguren, die bemalt werden sollten. Das Moos und die Steine für den Weg dahingegen durften einfach dekoriert werden.





Diese Krippe wird nun jedes Jahr wieder aufgebaut. Zu dem Zeitpunkt, als die Kinder sie gestaltet hatten, war meine Jüngste noch zu klein, um mitzumachen. Ich fand es dann aber schade, dass wir nichts zum Aufbauen hatten, an dem alle drei gearbeitet haben. Deswegen gab es dann ein paar Jahre später noch den Weihnachtsmarkt.
Hier mussten die Buden gestaltet werden, es gab wieder Holzfiguren zu bemalen, aber auch die Ware der Buden musste mit Fimo selbst erstellt werden. Am Ende haben die Kinder sich dann sogar noch weitere Figuren überlegt und so gibt es auf unseren Weihnachtsmarkt unter anderem den Grinch. Auch den Weihnachtsmarkt bauen wir nun immer wieder auf und erfreuen uns an den vielen schönen Dingen, die es auf ihm zu sehen gibt.















Literarische Adventskalender
Weiter oben habe ich bereits unsere „gemütliche Stunde“ erwähnt. Wir versuchen, in der Adventszeit jeden Tag im Wohnzimmer bei Kerzenschein und mit Plätzchen oder Obstsnacks zusammen zu kommen. Dann singen wir ein paar Weihnachtslieder und lesen vor.
Besonders gut geeignet sind da natürlich die literarischen Adventskalender mit 24 Kapiteln. Davon findet ihr einige Rezensionen auf meinem Blog. Hervorheben möchte ich hier das wunderschöne Buch „Leander Linnens Wunderladen“, aber auch den Klassiker „Das Weihnachtsgeheimnis“, welches mein Mann und ich bereits sehr oft gelesen haben.
Für die Kinder sind auch die Adventskalender aus dem Kaufmann Verlag immer wieder schön. Hier hat man zu der Geschichte häufig noch ein Poster oder ein Fensterbild, das nach und nach erstellt bzw. ergänzt wird. Letztes Jahr haben wir z.B. „Geheimnisvolle Weihnachtspost“ gelesen.
Wir hatten auch schon in einigen Jahren zusätzlich den Pixi-Adventskalender. Es ist einfach zu schön, jeden Tag ein neues Pixi herauszuholen und zu lesen – gerne dann bei uns eben auch in der „gemütlichen Stunde“.




Spielend durch den Advent
Wenn man sich den Advent nicht mit lauter Terminen zubaut, ist auch der Adventskalender mit 24 Familienspielen toll. In einem Jahr haben wir ihn tatsächlich geschafft und neben dem Vorlesen auch die kleinen Spiele gespielt. Das war auch sehr schön. Es gibt Würfel-, Denk-, Spaß- und Geschicklichkeitsspiele, die schnell zu verstehen und zu spielen sind.
Wenn man selber viele Spiele besitzt, kann man so etwas in der Art auch selbst erstellen. Entweder sucht man sich kleine Spielanleitungen für Mini-Spiele, die nur Würfel, Figuren etc. benötigen heraus und denkt sich selbst so einen Adventskalender aus. Oder aber man wählt 24 Spiele aus dem Spieleregal aus, schreibt die Titel auf Zettel und legt somit fest, was an welchem Tag im Advent gespielt wird. Je nach Spielen benötigt das allerdings recht viel Zeit. Ich habe so einen Adventskalender mal für meinen Mann gemacht. Ich glaube, wir haben nicht alle Spiele dann auch gespielt, aber doch einige. Und daraus ist dann der samstägliche Spieleabend von meinem Mann und mir geworden. Das lässt sich natürlich auch auf die ganze Familie übertragen.

Adventskalender für Großeltern und Paten
Vielleicht möchtet ihr auch mit euren Kindern Freunden, Großeltern und Paten im Advent eine Freude machen. Dann erstellt doch einen Höradventskalender. Wir haben das schon ein paar Mal gemacht und es ist immer gut angekommen. Die Kinder haben Lieder gesungen, Gedichte aufgesagt oder Geschichten vorgelesen, was ich dann aufgenommen habe und dann an die entsprechenden Menschen geschickt habe. Es ist nicht immer ganz einfach die Kinder bei der Stange zu halten, aber bisher haben wir einen angefangenen Adventskalender auch immer bis zum Ende gebracht. Vor einigen Jahren habe ich dann als Weihnachtsgeschenk noch aus den Aufnahmen eine CD gemacht.
