Rezension: Jetzt verstehe ich die Bäume

Wie gut kennt ihr euch mit heimischen Bäumen aus? Ein paar bekannte erkenne ich recht sicher: Eiche, Birke, Ahorn etc. Dahingegen wüsste ich bei Esche und Erle nicht auf Anhieb, wie diese aussehen.

Richtig gute Abhilfe leistet hier das Buch „Jetzt verstehe ich die Bäume – Heimische Baumarten erkennen und bestimmen“. Hier lernt man die Bäume nicht nur richtig gut kennen, sondern es ist auch ein interessantes Lesevergnügen.

Durch das Buch führen uns zwei Kinder (Valentina und Linus) sowie zwei Tiere (Siebenschläfer Pepe und Rehbock Paule). Pro Doppelseite lernen wir einen Baum kennen. Dabei werden nicht irgendwelche langweiligen Fakten heruntergerasselt, sondern es gibt interessantes Wissen rund um den jeweiligen Baum. Und auch hier ist nicht der oberste Leitspruch, dass es sich um wissenschaftliche Dinge handelt, viel mehr geht es darum den Baum mit spannenden Details, Geschichten etc. zu verknüpfen, so dass er einem wirklich in Erinnerung bleibt.

Tolle Eselsbrücken zum Lernen

Bei der Birke wird z.B. auf Besen aus Birkenreisig eingegangen oder bei der Weide wird an den Korb von Rotkäppchen erinnert. Es gibt kleine Bastelideen und die Bäume werden mit allen Sinnen erkundet. Richtig klasse finde ich, die Idee, sich für jeden Baum ein bestimmtes Wort zu merken, das mit dem Baum zusammenhängt. So soll man sich bei der Eiche z.B. „Deutschland“ merken, da ihre Blätter und Eicheln auf den Cent-Münzen abgebildet sind. Das Stichwort für die Walnuss ist „Zitrone“, denn so riechen ihre Blätter, wenn man an ihnen reibt.

Auf diese Weise wird ganz schnell Wissen aufgebaut, welches man sicherlich nicht so schnell wieder vergisst. Hilfreich ist hier auch noch mal das dazu passende Baumquiz am Ende des Buches sowie die Infokarten zu den Bäumen. Man kann die Infokarten heraustrennen und so mit ihnen auf Baumbestimmungstour gehen. Auch hier wird neben einem Bild des Baumes und der Blätter sowohl das Stichwort genannt als auch ein Bild davon gezeigt. Sofort sind die Verbindungen wieder da und man erinnert sich gut an den Baum und seine Besonderheiten.

Am Ende des Buches wir noch darüber gesprochen, wie man den Wäldern helfen kann. Außerdem erfährt man, welche Sachen aus Holz aus welcher Baumart hergestellt werden.

Fazit

Insgesamt ist dies ein rundum gelungenes Sachbuch für Kinder. Es ist sehr ansprechend gestaltet und das Wissen wird hier in kleinen Häppchen wirkungsvoll vermittelt. Die Seiten sind keinesfalls mit Infos überladen. Es werden nur einige wenige ausgewählte Infos präsentiert, so dass sich auch Kinder, die keine seitenlangen Texte lesen möchte,  hier gut informieren können.

Jetzt verstehe ich die Bäume – Heimische Baumarten erkennen und bestimmen von Roland Bock, illustriert von Johannes Reiner, arsEdition, ISBN: 978-3-8458-4703-3, 12,99 €

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