6 nimmt! Brettspiel

(Rezensionsexemplar) Spielt ihr gerne Brett- und Gesellschaftsspiele? Wir spielen eigentlich sehr gerne, aber im Moment ist kaum Zeit dazu bzw. sind wir abends, wenn die Kinder im Bett sind, häufig zu müde zum Spielen. Da bieten sich dann höchstens noch schnelle Spiele mit eingängigen Regeln an, wie z.B. „6 nimmt! Brettspiel“.

Vielleicht kennt ihr bereits das Kartenspiel „6 nimmt!“, das man sicherlich schon als Klassiker bezeichnen kann. Auch wir haben dieses Spiel, bei dem man Minuspunkte in Form von Hornochsen sammelt, schon häufiger gespielt. Wenn dann eine neue Variante eines solchen Spiels heraus kommt, fragt man sich natürlich erst einmal, ob sich diese überhaupt lohnt.

Ich würde sagen: Ja, denn es bringt noch mal neuen Pfiff mit.

Das Grundprinzip funktioniert genauso wie bei dem Kartenspiel. Statt Karten hat man hier zwar Zahlenplättchen, aber diese müssen genauso in existierende Reihen nach den bekannten Regeln angelegt werden. Und auch hier heißt es: Wer die letzte Karte in einer Reihe legt, bekommt die anderen Karten als Minuspunkte.

Unterschiede zum Kartenspiel

Anders ist hier allerdings, dass die Reihen unterschiedlich lang sind. Außerdem sammelt man die Minuspunkte nicht auf einem Stapel und zählt sie erste am Ende zusammen, sondern man bekommt sie direkt auf einer Zählleiste. Zudem kann man, wenn man seine Plättchen an den richtigen Stellen los wird, auch Pluspunkte bekommen. Es gibt nämlich auch Sonderfelder auf dem Spielplan, die beim Ablegen eines Plättchens etwas auslösen (bei der Grundversion meist Minus- oder Pluspunkte). Hier ist es also noch wichtiger, seine Plättchen genau zum richtigen Zeitpunkt zu spielen, damit sie auch an der erhofften Stelle landen und man nicht doch einen ganzen Haufen an Minuspunkten bekommt. Je nach Spielerrunde kann es hierdurch allerdings auch zu einigen Grübeleien führen.

Schon ziemlich volle Reihen…

Verschiedene Versionen

Neben der Grundversion gibt es auch noch eine Profiversion, in der zusätzlich Aktionskarten zum Einsatz kommen. Dies macht das Spiel noch mal deutlich variabler. Gut gefallen mir auch die Glückskarten, die man in beiden Versionen einsetzen kann. Diese geben nämlich gerade denjenigen, die Minuspunkte kassieren, die Chance, doch noch auf einen grünen Zweig zu kommen. Durch das direkte Anzeigen des Punktestandes kann es nämlich auch mal schnell dazu kommen, dass jemand völlig frustriert aufgeben möchte. Hier steuern die Glückskarten etwas gegen an. Bei Kindern, die nicht gut verlieren können, ist die Visualisierung des Punktestandes dennoch schwierig, und kann leider zu sehr schlechter Stimmung am Spieletisch führen.

Die Spielregeln sind klar und schnell zu verstehen. Etwas praktischer hätten wir es gefunden, wenn es einen Stoffbeutel gäbe, aus dem man die Plättchen einfach zieht. Es ist nämlich schon etwas nervig, die Plättchen alle umgedreht auf dem Tisch zu mischen.

Insgesamt macht „6 nimmt! Brettspiel“ viel Spaß und man kann es auch schon gut mit Kindern, die die Zahlen bis 100 sicher beherrschen, spielen. Auch wenn das Wort „Brettspiel“ größer klingt als Kartenspiel, sollte man sich hier nicht verunsichern lassen. Eine Runde ist hier sogar eher schneller gespielt als bei dem Kartenspiel.

6 nimmt! Brettspiel von Wolfgang Kramer, illustriert von Franz Vohwinkel, Amigo Spiele

ab 8 Jahren, für 2-6 Spieler, Spielzeit circa 25 Minuten

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