Rezension: Verfuxt!

Ihr meint, ihr seid eine gute Spürnase? Dann probiert euch doch mal bei dem kooperativen Gesellschaftsspiel „Verfuxt“ als Spürhuhn.

Spielregeln und Spielaufbau sind einfach und logisch. Ohne überhaupt irgendetwas von den Regeln oder ähnlichem gehört zu haben, hatte mein kleiner Sohn fast das komplette Spiel intuitiv richtig aufgebaut. Nur die Karten der 16 verdächtigen Füchsen mussten wir noch um das Spielbrett herum legen.

Spielaufbau

Spielablauf

Dann geht es los. Zwei bis vier Spürhühnern sind dem Dieb des goldenen Eis auf den Fersen. Sie suchen nach den Verdächtigen und finden Hinweisplättchen auf dem Spielbrett. Eine richtig coole Sache an dem Spiel ist der Fuchs-Scanner. In diesem steckt über das ganze Spiel hinweg die Karte des Diebes. Holt sich nun eines der Hühner einen Hinweis, wird das entsprechende Plättchen auf den Scanner gelegt. Gespannt öffnet man nun den Schieber und schaut nach, ob ein grüner oder ein weißer Punkt erscheint. Grün bedeutet, dass der Dieb diesen Gegenstand bei sich trug. Weiß natürlich das Gegenteil. So kommt man dem Dieb Schritt für Schritt näher. Jeder Dieb trägt drei Gegenstände mit sich. Durch Kombinieren, Gedächtnis und ein bisschen Glück weiß man dann irgendwann, wer der Dieb ist.

Überprüfung des Hinweises mit dem Fuchs-Scanner: Der Dieb trug kein Monokel

Allerdings darf man dabei nicht zu viel  Zeit vergehen lassen. Denn wenn man nicht das passende Würfelergebnis für seinen Zug hat (man muss sich entscheiden, ob man Verdächtige aufspürt, d.h. eine Verdächtigenkarte aufdeckt, oder ob man Hinweise sucht), dann darf der Fuchs drei Felder vor gehen. Konnte er in seinen Bau fliehen, bevor die Hühner wissen, wer der Dieb ist, dann hat der Fuchs gewonnen. Und ja, das ist uns leider auch schon passiert. Aber ich finde es gut, dass man nicht automatisch jedes Mal gewinnt.

Oje, kein Ermittlungserfolg und der Fuchs setzt seine Flucht fort

Für uns ist dieses Spiel  im Moment einfach perfekt. Hier spielen beide Kinder sehr gerne mit und für uns ist es ein sehr großer Pluspunkt, dass es ein kooperatives Spiel ist. Bei anderen Spielen ist Streit mehr oder weniger schon vorprogrammiert. Hier wird nach einer Runde direkt nach der nächsten gefragt. Auch das Knobeln und Kombinieren macht uns allen viel Spaß.

Noch gehen die Kinder nicht immer besonders pfiffig vor. Sie haben manchmal gerade einfach besonders viel Spaß daran, z.B. Hinweise zu überprüfen oder die Verdächtigen aufzudecken. Es geht dann nicht immer darum, dem Ziel näher zu kommen, sondern dass zu machen, was ihnen gerade Freude macht. Aber letztendlich schmälert das den Spielspaß keineswegs, denn meistens ergänzen sich die Kinder dabei so gut, dass man trotzdem gemeinsam gut weiter kommt.

Insgesamt ist „Verfuxt“ ein tolles Spiel für Familien mit Grundschulkindern, das sich gut zu zweit, zu dritt oder zu viert spielen lässt.

Verfuxt! Ein Fall für die Spürhühner! von Marisa Peña und Shanon Lyon, illustriert von Mélanie Grandgirard, Game Factory, ab 6 Jahren, 2- 4 Spieler:innen, Spielzeit circa 20 Minuten

Vor Kurzem habe ich euch ebenfalls ein Spiel für jüngere (“Hexenhochhaus“) und ein Kartenspiel für ältere Kinder (“Biber-Gang“) vorgestellt.

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