Rezension: Die abenteuerliche Reise des Mats Holmberg

Hm, ich muss eine Rezension zu dem Buch „Die abenteuerliche Reise des Mats Holmberg“ schreiben und weiß gar nicht so recht, wie das Fazit nun aussehen soll. Das Leseerlebnis mit meinem Sohn war sehr durchwachsen. Aber vielleicht sollte ich erst einmal der Reihe nach erzählen.

Ansprechende Illustrationen

Das Cover des Buches hat mich direkt angesprochen: Es sieht nach Sommer und Schweden aus. Auch im Buch findet man einige farbige Illustrationen in diesem Stil. Hinzu kommen auch noch Schwarz-Weiß-Illustrationen, was mein Sohn verwundert wahrgenommen, aber ansonsten einfach so hingenommen hat.

Unterwegs auf dem Kanal

Mats lebt mit seinem Opa Jakob und ein paar Tieren am Birka-Kanal. Er fühlt sich hier sehr wohl, doch dann muss Opa Jakob nach einem Unfall ins Krankenhaus. Was soll nun aus Mats werden? Die Nachbarn, die nicht gerade freundlich sind, wollen ihn unbedingt zu sich nehmen, wobei sie die Tiere weggeben möchten. Das geht natürlich nicht. Kurzentschlossen fährt Mats mit den Tieren auf Opas altem Kutter Nella über den Kanal. Das Ziel ist Opas Schwester Lisbeth, doch unterwegs begegnet er einigen Menschen und Tieren, die zu seinen neuen Freunden werden.

Warmherzige Erzählung

Ich finde die Geschichte wirklich schön. Sie ist ruhig und sprachlich schön erzählt und enthält an einigen Stellen auch Humor. Mats ist einem sofort sympathisch. Er ist ein toller, mutiger Junge, der seinen Weg geht, aber auch nicht übermenschlich ist und durchaus Ängste zeigt. Sein besonderes Verhältnis zu Tieren werden sich viele Kinder wünschen. Auch die Figuren, denen er begegnet, machen Spaß und sind interessant.  Da ist zum Beispiel der Elch Muffel oder Selma, deren Eltern voneinander getrennt sind und nicht mehr miteinander reden.

Kindermeinung zu dem Buch

Für mich ist dieses Buch eine schöne und warmherzige Erzählung für den Sommer, ein Vorlesebuch zum Wohlfühlen mit kleinen Spannungselementen. Leider wurde mein Sohn mit diesem Buch nicht so richtig warm. Er fand es eher ein bisschen langweilig und hat es auch nicht, wie andere Bücher, nach dem Vorlesen genommen um selber weiter zu lesen. Selbst wenn ich vorschlug, dass ich ihm ein bisschen weiter vorlesen könnte, ging er darauf häufig nicht ein, was bei ihm sehr untypisch ist. Andererseits lachte er beim Vorlesen durchaus an der einen oder anderen Stelle auf und hatte einmal sogar etwas Angst beim Weiterlesen, weil er es so spannend fand. Kurz vor Ende wollte er zunächst nicht, dass ich das Buch noch zu Ende lese, was ich dann aber doch gemacht habe. Als ich ihn dann am Ende gefragt habe, wie viele Sterne das Buch in seinem Lesetagebuch bekommen soll, vergab er die komplette Punktzahl. Das habe ich jetzt überhaupt nicht verstanden. Er hat es mir leider auch nicht näher erklärt, sondern meinte nur, dass er das Buch jetzt doch gut finden würde. Mein Mann meinte, dass es vielleicht daran lag, dass er Angst hatte, dass dem Opa etwas Schlimmes passiert sei und das Buch nicht gut ausgehen würde. Ich weiß es wirklich nicht.

Die abenteuerliche Reise des Mats Holmberg“ ist auf jeden Fall ein tolles Vorlesebuch jetzt für die Sommerferien. Die Schrift ist aber auch so groß, dass Kinder ab etwa 8 Jahren es bereits gut selber lesen können.

Die abenteuerliche Reise des Mats Holmberg von Erik O. Lindström, illustriert von Sonja Bougaeva, Coppenrath Verlag, ISBN: 978-3- 649-62947-4, 15€

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