Rezension: Ziemlich beste Ferien – Abenteuer auf Spiekeroog

Der Sommer steht bevor und in meiner Kindheit und Jugend hieß es da oft „ab nach Spiekeroog!“ An dieser Insel hängen unglaublich viele Erinnerungen und so habe ich mich riesig gefreut, als ich gehört habe, dass es nun beim Biber & Butzemann Verlag ein Spiekeroog-Buch gibt. Das musste ich natürlich direkt haben: „Ziemlich beste Ferien – Abenteuer auf Spiekeroog

Typisch Spiekeroog

Klar, wenn man Spiekeroog kennt, weiß man, dass es nicht unzählige Museen und Ausflugsziele auf dieser ostfriesischen Insel gibt, auf der man nicht mit dem Auto fahren darf. Dennoch wird auch in diesem Buch das eine oder andere erwähnt, was die Insel ausmacht und was einfach zu Spiekeroog gehört. Dazu gehört z.B. die alte Inselkirche (auf dem Cover sieht man zudem die katholische Kirche mit ihrer auffälligen Architektur), der Utkieker (eine Statue), die Pferdebahn oder das Café Old Laramie. Auch eine Fahrt mit dem Schiffkutter und eine Wattwanderung dürfen natürlich nicht fehlen.

Das Wattenmeer in Gefahr

Wir begleiten hier übrigens nicht Lilly und Nikolas nach Spiekeroog, sondern Lukas, der von dem Urlaubsziel nicht sonderlich begeistert ist. Immerhin fällt spontan sein Urlaub mit Papa auf Ibiza aus, da ist die Alternative auf Spiekeroog mit seiner Mutter, deren Freund Richard samt dessen Tochter Viola nicht besonders verlockend. Es wird auch immer wieder auf diese Situation, von der Lukas recht genervt ist, hingewiesen. Dabei verändert sich, wie zu Beginn erwartet, natürlich die Einstellung Lukas‘ zu Richard und Viola. Und die Ferien werden dann auch gar nicht so mies wie erwartet. Im Gegenteil: Am Ende kann Lukas sogar behaupten, dass es „ziemlich beste Ferien“ waren. Woran das liegt? Lukas lernt unter anderem Onno, der auf der Insel lebt, kennen und freundet sich mit ihm an. Außerdem erleben die Kinder, wie das Wattenmeer in große Gefahr gerät, denn kurz vor der Küste stoßen zwei Schiffe zusammen. Da ist sofort klar, dass alle mit anpacken, um eine Katastrophe zu vermeiden.

In dem Buch erkenne ich mein Spiekeroog sehr gut wider. Allerdings vermisse ich ein bisschen die leckeren Zimtwaffeln, in denen man sein Eis hier immer bekam. Aber wer weiß, ob es die überhaupt noch gibt?!

Auch das Thema der drohenden Umweltkatastrophe wurde gut umgesetzt. Es erzeugt einerseits natürlich Spannung und andererseits lernt man etwas über das Wattenmeer und wodurch es gefährdet werden kann.

Liebevoll illustriert

Die Bilder von Sabrina Pohle mag ich natürlich. Klar, sie hat ja auch mein Buch illustriert. Man kann alles toll erkennen und sie vermitteln Nordsee-Atmosphäre. Gut gefällt mir, dass man ganz hinten im Buch verschiedene Muschelarten mit Beschriftung findet. Das ergänzt die Seiten, die im Anschluss an die Geschichte Wissenswertes über das Wattenmeer vermitteln, sehr gut. Ich finde, die informative Ergänzung wirklich gut gelungen und auch sehr passend zur Art des Buches.

Ziemlich beste Ferien – Abenteuer auf Spiekeroog von Luisa Hartmann, illustriert von Sabrina Pohle, Biber & Butzemann Verlag, ISBN: 978-3-95916-049-0, 14,50€

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