Rezension: Winterhaus

Auch wenn man sich nicht die Rezensionen von anderen Buchbloggerinnenn durchliest, bevor man nicht selbst das Buch gelesen hat, so nimmt man beim Stöbern auf den Social Media Kanälen doch kurz die Stimmen zu bestimmten Büchern auf.

Positive Stimmen zu “Winterhaus”

So ging es mir bei „Winterhaus“. Ich habe es unter anderem bei dem Instagram-Profil von Familienbücherei entdeckt und ganz viel Begeisterung wahrgenommen. Das Buch ist daraufhin bei mir eingezogen und ich habe es auch gerne gelesen. Aber den Extra-Kick habe ich bei diesem Buch dann leider nicht wahrgenommen. Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen, möchte ich direkt klar sagen, dass ich dieses Buch auf jeden Fall empfehlen kann. Ganz klar, gar keine Frage. Aber es ist für mich, zumindest beim ersten Lesen, nicht DIE Buchentdeckung geworden.

Ein geheimnisvoller Ort

Warum nur wird Elizabeth von ihrem Onkel und ihrer Tante in den Weihnachtsferien ins Hotel Winterhaus geschickt? Eigentlich möchte Elizabeth nicht an diesen unbekannten Ort reisen, doch als sie dort ist, stellt sie fest, dass es kaum einen wundervolleren Ort geben kann. Aber sie begegnet dort auch einigen unheimlichen Personen, die irgendetwas im Schilde führen. Ob Elizabeth wohl dahinter kommen kann, was sie planen? Und was hat es eigentlich mit der Geschichte dieses Ortes auf sich? Auch hier stößt sie auf rätselhafte Funde, deren Geheimnis sie lüften möchte. Zum Glück gibt es neben den Personen, in deren Nähe sie sich nicht gerne aufhält, auch freundliche Personen im Winterhaus. Darunter ist auch ein anderes Kind. Mit Freddy versteht sich Elizabeth sofort gut, aber von den merkwürdigen Verwicklungen, denen Elizabeth nachgeht, möchte er lieber nichts wissen. Elizabeth wird jedoch beinahe magisch von all diesen Dingen angezogen. Ob es vielleicht sogar an ihr selber liegt? Immerhin hat sie manchmal so ein komisches Gefühl, dass etwas passieren wird und kurz darauf gibt es dann häufig ein Knallen oder Krachen. Es gibt viel herauszufinden in den Winterferien im Winterhaus und Elizabeth begibt sich dabei in große Gefahr…

Zu hohe Erwartungen?

Woran liegt es nun, dass mich das Buch nicht in Begeisterungsstürme ausbrechen lässt, obwohl es mir gut gefallen hat? Ich glaube, dass es auf der einen Seite die zu hohen Erwartungen an das Buch waren. Man sollte unvoreingenommener an ein Buch herangehen. Nur dann kann man sich richtig überraschen lassen und sich auf das Abenteuer einlassen. So habe ich immer nur nach dem Besonderen gesucht, statt es einfach beim Lesen zu erleben.

Ich muss aber auch sagen, dass ich mit den Hauptpersonen leider nicht so ganz warm geworden bin. Doch, Elizabeth ist mir an sich schon sympathisch, aber ab und zu ist mir ihr Verhalten etwas zu unerklärlich. Ich freue mich, dass sie in Freddy einen guten Freund gefunden hat, den man ebenfalls einfach mag, aber seine Vorsicht und seine Ablehnung gegenüber Elizabeths Projekt nerven manchmal ein wenig.

Wortspielereien, Geheimnisse und Magie

Richtig toll fand ich die Wortspielereien der Kinder, die auch in den Kapitelüberschriften zu finden sind. Das  macht Lust darauf selber Anagramme und Wortleiter zu bilden und man rätselt, wie sich ein Kapitel wohl entwickeln wird. Das bezieht sich natürlich auch auf die ganze Geschichte. Man überlegt, wie es weitergeht, was was zu bedeuten hat und was sich da wohl für ein Rätsel vor Elizabeth aufgetan hat. Manches ist dabei ein wenig vorhersehbar und wenig überraschend, aber dennoch bleibt es bis zum Ende spannend und durchaus geheimnisvoll und magisch.

Die Illustrationen passen für mich sehr gut zur Stimmung des Buches. Toll ist auch der Schutzumschlag mit den Ausstanzungen für die Fenster des Winterhauses.

Winterhaus von Ben Guterson, übersetzt von Alexandra Ernst, illustriert von Chloe Bristol, Verlag Freies Geistesleben, ISBN: 978-3-7725-2891-0, 20€

2 Gedanken zu „Rezension: Winterhaus

  • 14. Januar 2019 um 15:29
    Permalink

    Danke für Deine Rezension und die ehrlichen Worte. Wenn man zu große Erwartungen hat… ja manchmal wäre es besser, man würde einfach keine Rezi lesen, bevor mans nicht selbst gelesen hat. So ging es mir mit dem Wolkenschloß von Kerstin Gier. Ein gutes Buch – keine Frage. Aber der super-duper Effekt fehlte mir einfach.
    Viele Grüße
    Carola

    Antwort
    • 14. Januar 2019 um 15:55
      Permalink

      Eine komplette Rezension habe ich noch nicht mal gelesen, sondern nur kurz das bei Instagram. Dadurch bin ich aber immerhin auf das Buch aufmerksam geworden. Naja, egal, ein gutes Buch bleibt es ja trotzdem und man muss ja auch nicht ständig den super Effekt haben. LG

      Antwort

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