Rezension: Mein Opa, der Mond und ich

(Werbung/Rezensionsexemplar) Die Opa-Enkelkind-Beziehung ist häufig eine ganz besondere und wird gerne von den Geschichten des Opas geprägt. Natürlich hängen die Enkelkinder an den Lippen des Opas und sind immer wieder begierig auf die neuen Geschichten des Opas.

Opa-Enkelkind-Beziehung

So ist es auch in dem Buch „Mein Opa, der Mond und ich“. Der Opa erzählt dem Enkelkind völlig unglaubliche Geschichten. Buckelwal-Armeen, die dem Opa aufs Wort gehorchen, und die Erfindung des runden Hühnereis, gehören unter anderem dazu. Das Enkelkind glaubt ihm alles. Es genießt die Zeit mit dem Opa, der es sogar möglich macht, mit dem Enkelkind mit einem Katapult zum Mond zu fliegen. Mit Opa wird auch das Unerreichbare erreicht. Irgendwann, als der Opa älter wird, ändert sich das Verhältnis der beiden ein wenig, denn nun erzählt das Kind dem Opa Geschichten. Das Vertrauen zueinander aber bleibt. Die Geschichte geht weiter. Dies wird unter anderem ganz konkret in der Weitergabe des kleinen roten Hutes gezeigt, der vom Opa an den Enkel weitergegeben wird, aber natürlich hat der Opa dem Kind auch noch eine ganze Menge anderer Dinge, vor allem Nicht-Materielle, vermacht. Den Hut trägt der Opa im ganzen Buch. Er begleitet ihn, macht ihn aus.

Obwohl in dem Buch lauter verrückte Ideen vorkommen, ist es eine ruhig erzählte Geschichte, die eine Menge enthält. Hier wird die Fantasie angesprochen, das Opa-Enkelkind-Verhältnis, das Weitergeben von Werten und Fähigkeiten, der Fortlauf der Zeit etc.

Stimmungsvolle Bilder mit sympathischen Figuren

Auch die Bilder sind stimmungsvoll. Man kann sie nicht wirklich als schön bezeichnen, dazu wirken sie zu skizzenhaft und die Pinselstriche sind zu grob ausgeführt, aber irgendwie haben die Bilder dennoch etwas besonderes. Der Hintergrund kommt farbgewaltig, wie mit Wasserfarbe gemalt, daher. Die Stellen, an denen der Opa und das Kind zu sehen sind, haben dahingegen einen hellen Hintergrund. Sie wirken beinahe wie ausgeschnitten. Hier wurde die Farbe ausgespart. Der Opa ist ein kleiner Mann, der irgendwie mit der großen Nase knuffig wirkt. Ja, ich muss sagen, ich mag die Bilder, weil sie einfach anders sind und ganz viel ausstrahlen. Opa und Kind sind einem sofort sympathisch. Man liest ihre Geschichte sehr gerne. Übrigens hat mein Sohn etwas irritiert festgestellt, dass sich der Hut des Opas im Wasser in einer anderen Farbe spiegelt.

Schön ist natürlich auch das beigelegte rote Papier mit Bastelanleitung für einen Hut. Wird dieser vielleicht auch weitergegeben?

Mein Opa, der Mond und ich von Barroux und Séverine Vidal, übersetzt von Claudia Sandberg, Schaltzeit Verlag, ISBN: 978-3-941362-90-1, 14,90€

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