Rezension: Nevermoor

Vor kurzem kam bei mir ein spannendes Päckchen an, welches Nachrichten aus dem Freistaat Nevermoor enthielt. Es lag sogar eine Fahrkarte in dieses unbekannte Land bei. Ui, was für eine Reise stand mir wohl bevor? Ich war natürlich sehr gespannt und als dann das Buch „Nevermoor – Fluch und Wunder“ bei mir ankam, bin ich ohne Zwischenstopp sofort hinein gereist.

Okay, zunächst gelangte ich nicht nach Nevermoor, sondern in die Stadt Jackalfax im Staat Great Wolfacre, in der Corvus Crow Kanzler ist. Seinem Ruhm steht jedoch seine Tochter Morrigan etwas im Weg, denn sie gehört zu den verfluchten Kindern, welche zu Beginn der Abendzeit sterben werden und vorher nur Unglück über die Bewohner der Stadt bringen. Morrigan wird jedoch im letzten Moment von Jupiter North gerettet, der sie nach Nevermoor bringt. Und mit Morrigan und Jupiter North gelangen auch wir Leser endlich in dieses spannende Land, in dem es eine Schirmbahn, sich verändernde Gebäude, riesige sprechende Katzen und vieles andere gibt. Morrigan soll Mitglied der Wundersamen Gesellschaft werden, was sie sich auch von ganzem Herzen wünscht, denn hier in Nevermoor gefällt es ihr sehr gut, doch zuvor muss sie vier schwierige Prüfungen bestehen, die über das ganze Jahr verteilt sind. Vor allem aber muss jedes Mitglied der Wundersamen Gesellschaft ein besonderes Talent besitzen. Morrigan jedoch hat ihres Wissens nach kein besonderes Talent und Jupiter North rät ihr nur, darüber nicht nachzudenken. Kann das gut gehen?

Eintauchen in eine magische Welt

Man befindet sich komplett in einer anderen Welt. Weder die Republik noch der Freistaat Nevermoor existieren in unserer bekannten Welt. Es gibt viele fantastische Elemente und auch wenn sich vor dem inneren Auge dazu viele Bilder ergeben und man gedanklich ganz in diese Welt eintaucht, so bleibt manches bis zum Ende des Buches kaum fassbar. Einiges hat mich ein wenig irritiert, aber nicht so, dass es mich beim Lesen insgesamt gestört hätte. Es ist zwar etwas merkwürdig, wenn ein elfjähriges Kind gesiezt wird, und auch wenn dann doch Parallelen zu unserer Welt auftauchen und es ein Fest namens Weihnachten gibt, habe ich ein wenig gestutzt, aber letztendlich nimmt einen dieses Buch beim Lesen ganz gefangen. Man möchte mehr über Morrigan und ihr Schicksal erfahren, man fiebert mit ihr bei jeder Prüfung mit und man ist ganz fasziniert von Nevermoor. Ja, ich bin froh, dass ich vom Verlag eine Fahrkarte in dieses magische und besondere Land erhalten habe und mich ein paar wenige Tage beim Lesen dort aufhalten durfte. Allerdings ist dieses Buch der erste Band einer Trilogie und nun muss ich darauf warten, wieder in dieses Land reisen zu dürfen, denn ich bin natürlich ganz gespannt, wie es mit Morrigan und all den Menschen, die sie in Nevermoor getroffen hat, weitergehen wird. Die Charaktere in diesem Buch sind sehr originell und interessant. Man sieht die Figuren beim Lesen förmlich vor sich und ist bei einigen doch sehr interessiert, welche Eigenschaften sie noch so verbergen und wie sie sich im Laufe der Geschichte verhalten werden.

Wunderschönes Cover

Ganz toll finde ich einfach das Cover des Buches. Über die Buchstaben, die sich vom Untergrund etwas abheben, muss ich ständig drüber streichen. Die Farben sind klasse gewählt und alles in allem lässt einen einfach neugierig werden, auf die Welt, die sich dahinter verbirgt – auch wenn man normalerweise keine Bücher aus diesem Genre verschlingt.

Ich kann dieses Buch nur allen Lesern ab 10 Jahren empfehlen. Auch erwachsene Leser, die gerne ein wenig Magie und Fantasie in ihr Leben lassen, werden an diesem Buch Freude haben.

Nevermoor – Fluch und Wunder von Jessica Townsend, aus dem Englischen von Franca Fritz und Heinrich Koop, mit Vignetten von Eva Schöffmann-Davidov, Dressler Verlag, ISBN: 978-3-7915-0064-5, 19€

5 Gedanken zu „Rezension: Nevermoor

  • 23. Februar 2018 um 10:27
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    Ich war ja schon sehr gespannt auf Deine Reise nach Nevermoor 🙂
    Hört sich nach einem sehr schönen Buch an und ich habe auch gesehen, dass das englische Original gar nicht so teuer ist. Aber der nächste Band kommt erst im Oktober raus. Jetzt überlege ich, ob ich mit dem Lesen warte bis alle Bände rausgekommen sind. Ist das Buch denn einigermaßen in sich abgeschlossen?

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    • 23. Februar 2018 um 10:41
      Permalink

      Also ich denke, wenn man den ersten Band liest, möchte man auf jeden Fall auch die anderen lesen…

      Antwort
  • 23. Februar 2018 um 14:33
    Permalink

    Ich kannte das Buch ja gar nicht (hatte nachgefragt) und jetzt bin ich auch total neugierig. Aber ich glaube ich warte auch noch ein bisschen um die Bücher zusammen zu lesen und eine lange Reise mit ein bisschen Phantasie und Magie zumachen. Super geschrieben schöner Spannungsbogen.

    Antwort
  • Pingback:Jessica Townsend: Nevermoor- Fluch und Wunder

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