Rezension: Die kleine Schusselhexe (Kamishibai)

Hexen sind ein beliebtes Thema in Bilderbüchern. Auch Kindergartenkinder mögen Hexen, insbesondere wenn sie lustig sind und witzige Dinge hexen. Gereimte Zaubersprüche mit erfundenen und spaßigen Wörtern und mit Reimen machen ihnen Freude. So ist es auch bei der kleinen Schusselhexe, die in dem Bilderbuch „Die kleine Schusselhexe“ alles durcheinander bringt.

Fehler machen ist nicht schlimm

Sie ist eine kleine Hexe, die fröhlich durchs Leben geht. Es macht ihr auch nichts aus, dass sie bei den Zaubersprüchen manchmal das entscheidende Wort vergisst und dann zur Schadenfreude der großen Hexen etwas Falsches hext. Ihr schiefes Hexenhaus, der krumme Besen und das blaue Kaninchen gefallen ihr sogar sehr gut. Am Ende hilft ihre Vergesslichkeit sogar dabei, die Hexen vor dem riesengroßen Riesen zu bewahren.

Das Buch ist witzig und macht Spaß. Außerdem zeigt es, dass Sachen, die misslingen oder nicht perfekt sind, durchaus ihren Vorteil haben können. Für Kinder ist es immer toll, wenn die Kleinen am Ende ganz groß herauskommen.

Bildkarten für das Kamishibai

Von dieser Geschichte gibt es im Don Bosco Verlag Karten für das Kamishibai (Erzähltheater). Die Bilder aus dem Buch werden hier in DIN-A3 Größe präsentiert. Der gesamte Text wird ebenfalls mitgeliefert.

Meines Erachtens eignet sich die Geschichte sehr gut für das Kamishibai. Die Bilder lassen sich aus dem Halbkreis gut erkennen. Sie zeigen genau das, was in dem Text passiert und wenig drum herum, wobei es immer wieder etwas gibt, was die Kinder entdecken können. Das kann auf dem zweiten Bild die Katze sein oder am Ende der Geschichte der lachende Bär im Wald. Trotz Wald, Hexen und Riesen und wirken die Bilder nicht beängstigend. Die Kinder können gut einschätzen, dass es hier nicht gruselig wird. Durch die Bilder können die Kinder schon erahnen, was der Hexe als nächstes misslingt, so dass sie der Geschichte gut folgen können.

Der Text ist für ein Bilderbuch für jüngere Kinder schon recht lang. Man benötigt für die reine Vorlesezeit etwa 10 Minuten, was beim Vorlesen in einer größeren Kindergruppe schon an der Grenze ist. Gerade für ein solches Buch eignet sich das Kamishibai natürlich sehr gut, denn so bleiben die Kinder besser bei der Geschichte und das Zuhören wird ihnen erleichtert.

Heute Nachmittag erfahrt ihr dann auch wie die Präsentation des Buches im Kindergarten mit den vier- bis fünfjährigen Kindern geklappt hat.

Die kleine Schusselhexe als Bilderbuch, von Anu Stohner und Henrike Wilson, Hanser Verlag, ISBN: 978-3-446-24161-9, 14€

Die kleine Schusselhexe – Bilderbuchgeschichten für unser Erzähltheater, Anu Stohner und Henrike Wilson, Don Bosco, 14,95€

3 Gedanken zu „Rezension: Die kleine Schusselhexe (Kamishibai)

  • Pingback: Vorlesen: Die kleine Schusselhexe | Geschichtenwolke - Kinderbuchblog

  • 11. Dezember 2017 um 20:36
    Permalink

    Huhu!

    Ach Gott, das erinnert mich daran, dass ich vor gefühlten Ewigkeiten mal Teil einer Gruppe war, die Kamishibai gemacht haben! 🙂 Wie schön, dass es das noch gibt.

    Da muss ich doch gleich mal gucken gehen, wie es denn bei den Kindern ankam! 🙂

    Ich habe deinen Beitrag für meine Kreuzfahrt durchs Meer der Buchblogs verlinkt! HIER (mein Blogspot-Blog) und HIER (mein WordPress-Blog).

    LG,
    Mikka

    Antwort
    • 3. Januar 2018 um 12:43
      Permalink

      Irgendwie ist dein Kommentar bei mir ganz untergegangen… Vielen Dank fürs Verlinken! Ich wünsche dir ein tolles Jahr 2018!

      Antwort

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