Rezension: Paule Pinguin allein am Pol

Manchmal steht man morgens einfach mit dem falschen Fuß auf und alles ist irgendwie blöd und nervig.

So scheint es auch dem kleinen Pinguin Paule in dem Bilderbuch „Paule Pinguin allein am Pol“ zu gehen. Er hat richtig schlechte Laune und schimpft über alles: Ihm ist kalt, ihn stört das Geschnatter der anderen Pinguine, überall liegt nur Schnee herum und die Sonne ist ihm zu hell, er hat Hunger, er findet dass er beim Watscheln doof aussieht und er ärgert sich, dass er nicht fliegen kann. Motz motz motz! Aber er macht das wirklich äußerst niedlich. Er sieht aus wie ein kleines bockiges Kind, bei dem man nicht weiß, bei dessen Wutausbrüchen man sich das lachen verkneifen muss. Über Paule aber dürfen wir lachen und es ist ein herzliches Lachen, denn man hat den kleinen Paule direkt sehr lieb und findet ihn einfach nur knuffig.

Das Leben ist schön

Letztendlich kommt dann das weise Walross daher, welches dem kleinen Pinguin mal ganz klar sagt, an welch wunderbarem Ort sie leben und Paule muss einsehen, dass es einiges gibt, was das Leben schön macht. Eigentlich gibt es keinen Grund für seine schlechte Laune. Obwohl… er friert dennoch am Schnabel…

Das Buch ist herrlich. Es macht viel Spaß. Allein die kurzen Sätze und dazu die Bilder von dem griesgrämigen kleinen Pinguin. Viel zu sehen ist eigentlich nicht. Schwarz und weiß dominiert die Seiten. Der kleine Pinguin steht hier eindeutig im Vordergrund und wir sehen nur dass, worüber er sich gerade ärgert. Aber genau das macht das Buch auch aus. Es geht um den großen, eigentlich unbegründeten Ärger des Pinguins. Und manchmal braucht man jemanden, der einem hilft, den Blick wieder auf die schönen Dinge zu lenken, denn das Leben ist äußerst lebenswert. Es gibt so viele schöne Sachen, man muss sie nur sehen.

Bei diesem Buch kann man auch ganz toll mit den Kindern ins Gespräch kommen. Was macht ihnen selbst schlechte Laune und worüber freuen sie sich? Aus diesem Grund habe ich dieses Buch auch zum Vorlesen im Kindergarten ausgewählt. Heute Nachmittag könnt ihr mehr darüber lesen.

Paule Pinguin allein am Pol von Jory John und Lane Smith, übersetzt von Andreas Steinhöfel, Carlsen Verlag, ISBN: 978-3-551-51854-5, 14,99€

2 Gedanken zu „Rezension: Paule Pinguin allein am Pol

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