Rezension: Spiel Würfelkönig
Mögt ihr einfache Würfelspiele, bei denen die ganze Familie mitspielen kann? Dann habe ich heute einen guten Spieletipp für euch, der sich auch für Nikolaus anbietet: Würfelkönig.
Im Prinzip ist es eine Art Kniffel, also ein Spiel bei dem man würfelt, Würfel beliebig rauslegt und am Ende schaut, ob man eine Vorgabe erfüllt hat.
Jeder Mitspielende möchte Bürger:innen für sein Königreich anwerben. Dazu kann man aus der Stadt, dem Bergwerk, der Tüftlerwerkstatt, dem Ork-Dort und dem Zauberwald Figurenkarten davon überzeugen, in das eigene Reich zu kommen.
Spielablauf
Das ganze funktioniert dann auf folgende Art und Weise:
Die Orte werden als Karten in einer Reihe ausgelegt. Darunter kommt jeweils zufällig je eine Bürgerkarte, z.B. der reiche Schnösel oder ein mürrischer Zwerg. Es liegen also immer fünf Figuren offen nebeneinander aus. Auf jeder Karte ist unten abgebildet, welche Voraussetzungen zu erfüllen sind, um die Karte im Königreich aufnehmen zu können. Die Bedingungen geben vor, welche Art von Würfel man am Ende seines Zuges haben muss, z.B. drei Würfel mit einer bestimmten Augenzahl, Würfel in bestimmten Farben oder nur ungerade Augenzahlen und so weiter.

Wenn man an der Reihe ist, darf man mit allen sechs Würfeln bis zu drei Mal würfeln. Nach jedem Wurf können beliebig viele Würfel zur Seite gelegt werden. Am Ende schaut man dann, ob man die Vorgaben einer Karte erfüllt hat. Dann darf man diese zu sich nehmen. Hat man es nicht geschafft, einen Bürger oder eine Bürgerin von seinem Königreich zu überzeugen, muss man sich eine Schurkenkarte mit Minuspunkten nehmen.
Manche Karten haben noch Sonderfunktionen, was für noch mehr Abwechslung sorgt.
Am Ende rechnet man einfach die Punkte auf den erhaltenen Karten zusammen. Wer die meisten Punkte hat, gewinnt natürlich.
Leichte Regeln, schnell gespielt
Das Spiel lässt sich schnell und einfach spielen. Die Regeln sind verständlich und flott erklärt. In erster Linie ist es natürlich ein Glücksspiel, aber dennoch macht es Spaß sich zu überlegen, welche Karte sich am meisten lohnt und ob man lieber eine sichere Karte nimmt, die nur wenige Punkte gibt oder ob man noch mal würfelt, um eine bessere Karte zu bekommen, die vielleicht sogar noch Zusatzpunkte bringt.
Gut geeignet für Familien
Ich finde, dass sich „Würfelkönig“ sehr gut für Familien anbietet. Ob es leichter oder schwerer als Kniffel zu spielen ist, kann ich gar nicht sagen. Es gibt immer nur sechs verschiedene Vorgaben, die es in dem Moment zu erfüllen gibt, andererseits ändern sich diese von Runde zu Runde. Auf jeden Fall wirkt dieses Spiel durch die illustrierten Karten und den dort dargestellten Figuren weniger abstrakt als Kniffel und dürfte für einige Kinder somit einladender wirken.
Wir haben das Spiel schon mehrfach mit unserer 5-jährigen Tochter gespielt. Sie wählt das Spiel sogar selber zum Spielen aus und es klappt auch insgesamt gut. Sie spielt zwar noch nicht vorteilhaft, sondern versucht immer nur Karten zu erwürfeln, die ihr besonders sympathisch sind (zum Beispiel die Feen oder die Pilzkobolde), aber sie kann auf jeden Fall gut mitspielen. Auf diese Weise kann eine ganze Familie mit Kindern unterschiedlichen Alters gut zusammen spielen, ohne dass sich die Größeren bei einem einfachen Kinderspiel langweilen.
Zu beachten gibt es allerdings, dass durch die Drachenkarten, die man den anderen unterschieben kann und die Minuspunkte bringen, eine kleine Ärgermöglichkeit im Spiel besteht.

Wenn ihr also einfache Würfelspiele mögt, dann kann ich euch dieses Spiel nur empfehlen. Bei uns ist es gerade im Herbsturlaub so einige Male auf den Tisch gekommen.

Würfelkönig von Nils Nilsson, illustriert von Gus Batts, HABA, für 2-5 Spielende ab 8 Jahren
