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Rezension: Wie der riesige, miese Monsteralbtraum ein Kind fand, das ihn zu Ende träumte

(Rezensionsexemplar) Ihr wisst ja, dass ich schon seit langer Zeit Bücher aus der Edition Pastorplatz mit den Kindern lese und hier vorstelle. Sehr spannend dabei finde ich zu beobachten und zu begleiten, an welche Arten von Büchern sich der Verlag herantastet.

Zum einen sind da natürlich viele Bilderbücher, dann aber auch einige erzählende Kinderbücher. Vor nicht all zu langer Zeit kamen Pappbilderbücher hinzu und nun habe ich dort auch einen Bilderbuch-Comic entdeckt: “Wie der riesige, miese Monsteralbtraum ein Kind fand, das ihn zu Ende träumte”. Da war ich natürlich sofort neugierig und ich durfte feststellen, dass der Verlag auch solche Bücher kann.

Bilderbuch-Comic rund um einen Albtraum

In diesem Buch lernen wir als erstes den Monsteralbtraum kennen, der sich so sehr wünscht, von einem Kind zu Ende geträumt zu werden. Er versteckt sich ständig unter den Betten der Kinder, aber nie klappt es – bis er auf Julian trifft.

Mir gefallen einige Dinge an dem Buch sehr gut. Zum einen ist das Thema Albtraum für Kinder sehr präsent. Viele Kinder hatten schon schlechte Träume, die ihnen Angst machen. Wie cool ist es da, wenn man mal die Perspektive verändert und sich die ganze Sache aus Sicht des Monsteralbtraums anschaut – und dabei natürlich erfährt, dass dieser eigentlich gar nicht so böse ist.

Hier gefallen mir auch die Illustrationen sehr gut, denn der Monsteralbtraum erinnert uns zwar an gemalte Monster, aber er wirkt nicht besonders furchteinflößend. Alleine der Teddy, den er immer mit sich herumträgt, macht ihn sehr liebenswert.

Der Monsteralbtraum ist traurig, denn er wird von keinem Kind zu Ende geträumt. Immer wachen die Kinder vorher auf, so dass der Monsteralbtraum gar nicht weiß, wie er eigentlich endet. Bis er auf Julian trifft, der ebenfalls unglücklich ist, weil er sich nie an seine Träume erinnern kann, und somit nichts zu erzählen hat. Nachdem Julian seinen Schrecken überwunden hat, tut er sich mit dem Monsteralbtraum zusammen.

Relevante Themen für Kinder

Es bleibt in dem Buch dabei, dass für Kinder relevante Themen angesprochen werden. Nicht nur schlimme Träume sind Kindern bekannt, auch die Enttäuschung, dass man scheinbar nichts geträumt hat, ist durchaus eine Sache, die sie kennen. Wer will schließlich nicht mal von einem besonderen Traum den anderen Kindern erzählen?

Das Ganze wird behutsam und fantasievoll aufgefangen, wobei das Buch auch humorvolle Stellen aufweist. Alleine die erste Doppelseite hat mir schon riesigen Spaß gemacht. Aus den Häusern kommen lauter Sprechblasen, die typisch für die Abendstunden sind, unter anderem aber auch „Gute Nacht, John-Boy“.

Zum Lesen, Vorlesen, Entdecken und Erzählen

Das Buch eignet sich, trotz Comic-Stil, gut zum Vorlesen. Auf vielen Seiten kommt der Text als Block daher, während die einzelnen Szenen wie in einer Bildergeschichte gezeigt werden. Hier kann man prima ins Erzählen und Entdecken kommen. Für Kinder, die schon erste Leseerfahrungen haben, eignet sich das Buch natürlich auch zum Selberlesen. Die Textmenge ist gut überschaubar und die Bilder dominieren die Seiten. Anfangs kann man sich den Text auch einteilen, indem die Erwachsenen den Blocktext lesen und die Kinder die Sprechblasen.

Insgesamt ist dieses Buch ein richtig toller Bilderbuch-Comic, der sowohl von Idee, Text, Illustrationen und Gestaltung her überzeugen kann.

Wie der riesige, miese Monsteralbtraum ein Kind fand, das ihn zu Ende träumte von Gundi Herget und Mele Brink, Edition Pastorplatz, ISBN: 978-3-943833-77-5

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