Rezension: Der Grolltroll

Kennt ihr schon den Grolltroll? Nein, damit meine ich nicht euer kleines Kind zu Hause, sondern einen kleinen, blauen, echten Grolltroll.  Ja, okay, ich gebe zu, dass dieser Grolltroll durchaus Ähnlichkeit mit den kleinen Wutzwergen zu Hause hat, zumindest kommt er mir irgendwie sehr bekannt vor. Aber ich stelle ihn euch nun einfach mal vor:

Eigentlich hat der Grolltroll ein schönes Leben in der Nähe eines Baches, doch als er sich dann eine tolle Hütte bauen möchte, klappt nichts so, wie er sich das vorstellt. Rein gar nichts klappt! Kein Wunder, dass sich da die Wut im Bauch des Grolltrolls sammelt. Er grollt und wütet. Als ihn seine Freunde helfen wollen, stößt er sie ärgerlich von sich. Ganz alleine merkt er dann jedoch auf einmal, dass er sich ganz schön blöd verhalten hat. Zum Glück können seine Freunde ihm aber verzeihen und am Ende können alle dann doch noch gemeinsam spielen.

Tolles Bilderbuch zum Gefühl Wut

Das Buch „Der Grolltroll“ ist einfach klasse, denn es ist unglaublich nah an der Welt der Kinder dran. Genau so wie es dem Grolltroll geht, geht es doch vielen Kindern. Etwas klappt nicht, wie man es sich vorgenommen hat, man wird wütend und auf einmal läuft alles falsch. Die Wut wird immer größer und man findet kaum wieder aus ihr heraus. Insbesondere liebes Zureden und Trösten hilft da gar nicht. Dieses Verhalten wird hier eigentlich nur dargestellt und nicht bewertet, was mir gut gefällt. Auch Wut und Ärger ist ein menschliches Gefühl und gehört zu Kindern genauso dazu, wie Freude und Glück. Und es ist kein falsches Gefühl, welches nicht wahrgenommen und geäußert werden darf. Aber es ist gut, wenn man am Ende merkt, dass man anderen gegenüber nicht nett war und man die Größe hat, sich zu entschuldigen.

Zugang zu Gefühlswelten der Kinder

Für viele kleine Kinder ist es schwierig aus Wutsituationen herauszufinden. Vielleicht aber kann es helfen, wenn man das Grolltroll-Buch in einem ruhigen Moment anschaut und dann darüber spricht, was dem Kind guttun würde, wenn es sich in einen Grolltroll verwandelt. Je mehr man sich mit Kindern damit beschäftigt, desto mehr werden sie lernen, wie sie mit ihrer Wut umgehen können und was ihnen in solchen Momenten vielleicht helfen könnte.

Die Bilder in dem Buch sind auch toll und voller Leben. Insbesondere die Gefühle des Grolltrolls kann man hier prima nachvollziehen.

Spannend ist bei diesem Buch übrigens die Entstehungsgeschichte, denn der Grolltroll wurde zunächst von aprilkind als Kuscheltier entwickelt und erst im Laufe dieser Entwicklung zu einer Bilderbuchfigur.

Das Kuscheltier gibt es auch zu kaufen und wenn man das Buch in einer größeren Gruppe, zum Beispiel im Kindergarten, vorlesen möchte, ist es natürlich toll, wenn man den Grolltroll direkt vor Ort hat. Ich stand auch schon öfter vor dem Kuscheltier…

Der Grolltroll von Barabara van den Speulhof und Stephan Pricken, nach einer Idee von aprilkind, Coppenrath Verlag, ISBN: 978-3-649-62893-4, 14€

Ein Gedanke zu „Rezension: Der Grolltroll

  • 24. Mai 2019 um 12:13
    Permalink

    Der Grolltroll sieht echt Grummelig aus. Aber ich denke nicht das er böse ist, oder? Nein sicherlich nicht! Einfach vielleicht ein wenig Grummelig. Aber wer von uns ist nicht zwischenzeitlich mal Grummelig. Auch die Erwachsenen sind Grummelig. Sogar mein Freund der blaue Traktor ist manchmal Grummelig. Wichtig ist, dass man als Freund immer hilft. ❤ Auch wenn die Liebsten Grummelig sind.

    Liebe Grüße, Kimmel-Bummel

    Antwort

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