Rezension: Der verrückte Erfinderschuppen

So, heute stelle ich euch noch das letzte Buch vom Leipziger Lesekompass 2018 vor: „Der verrückte Erfinderschuppen – Der Limonaden-Sprudler“.

Der verrückte Erfinderschuppen“ ist eine Kinderbuchreihe, in der es mittlerweile 4 Bände gibt. Ausgezeichnet wurde der erste Band, aber die anderen drei sind genauso empfehlenswert.

Im Mittelpunkt der Bücher stehen Tilda, Walter und der Ich-Erzähler Fred. Die drei Kinder sind Erfinder und experimentieren im Schuppen, der im Garten von Tildas Oma steht. Am liebsten würden sie für ihre Erfindungen den Nobelpreis bekommen, aber leider läuft nicht immer alles so glatt, wie sie sich das vorstellen.

Der Limonaden-Sprudler

Im ersten Band „Der Limonaden-Sprudler“ haben die drei Kinder keine Lust mehr auf ödes Wasser. Sie beschließen einen Limonaden-Sprudler zu erfinden. Das ist gar nicht so einfach, denn die Dosierung muss natürlich genau stimmen. Das müssen die Kinder jedenfalls feststellen, als eine Fontäne, dass Dach vom Schuppen in die Luft fliegen lässt. Aber auch als sie den perfekten Limonaden-Sprudler zusammengemischt haben, ist noch längst nicht alles gut, denn Tilda, Walter und Fred möchten, dass auch andere Kinder etwas von ihm haben. Und wo gibt es mehr Kinder und jede Menge Wasser als im Freibad? Aber wenn man Tilda, Walter und Fred einmal kennen gelernt hat, dann weiß man, dass jede Aktion von ihnen eigentlich einen Haken hat…

Weitere Bände

Auch die Mischung, die sie in dem Buch „Der Turbo-Dünger“ (Band 4) zusammenbrauen um Oma Tilda bessere Chancen beim Gartenwettbewerb zu ermöglichen, schießt ein wenig übers Ziel hinaus. Und dabei haben sie sich so viel Mühe gegeben und sogar Pferdeäpfel sorgfältig in einem Koffer eingesammelt. Einen Urwald wollten sie aber dennoch eigentlich nicht erzeugen…

In Band 2 geht es um einen „Looping-Dreher“ und in Band 3 erfinden die Freunde einen „Hitzefrei-Regler“. Auch an diesen Bänden, die wir uns aus der Bücherei ausgeliehen haben, hatte mein Sohn viel Spaß beim Lesen.

Sympathische Figuren

Die Bücher sind einfach ein riesengroßer Lesespaß. Sie haben Tempo und Witz und enthalten verrückte Ideen. Die Figuren sind einem überaus sympathisch. Am liebsten würde man noch mal Kind sein und beim verrückten Erfinderschuppen mitmischen. Tilda, Walter und Fred sind richtig tolle Freunde, die sich gut verstehen und die immer zusammenhalten. Ihre Ideen sprühen vor Einfallsreichtum und kindlicher Fantasie.

Zum Selberlesen und Vorlesen

Für Kinder, die den Erstlesebüchern entwachsen sind, sind die Bücher gut zu lesen. Sehr gut ist es der Autorin mit jeder Menge Schwung und gutem Sprachgefühl die Geschichte in kurzen Sätzen, die Kinder beim Lesen nicht überfordern, zu erzählen. An keiner Stelle klingt es langweilig oder monoton. Der Witz und das Abenteuer klingen überall durch. Wirklich erstaunlich wie gut Lena Hach das in einer relativ einfachen, aber keineswegs niveaulosen Sprache gelungen ist.

Natürlich lassen sich die Bücher auch genauso gut vorlesen und eigentlich sollte man sich als Erwachsener dieses Vorlesevergnügen nicht entgehen lassen. Allein Stellen wie die, in der der Ich-Erzähler erklärt, dass man für das silberne Schwimmabzeichen leider nicht dreimal vom Einer statt einmal vom Fünfer springen kann, finde ich herrlich.

Für Jungs und Mädchen

Prima ist übrigens auch, dass hier Jungs und Mädchen gemeinsam Erfinder sind und Abenteuer erleben. Hier findet man absolut keine Geschlechterklischees. Freds Mutter geht zum Beispiel auch gerne in den Baumarkt und bringt ihrem Sohn den Umgang mit Werkzeug bei. Das ganze wird zum Glück auch nirgendwo pädagogisch thematisiert, sondern es ist einfach so.

Auszeichnung Leipziger Lesekompass

Das Buch „Der verrückte Erfinderschuppen – Der Limonaden-Sprudler“ wurde 2018 mit dem Leipziger Lesekompass in der Kategorie 6-10 Jahre  ausgezeichnet. Der Preis zeichnet Bücher aus, die sich durch ihren Lesespaß und durch kreative Ansätze besonders gut zur Leseförderung eignen. Eine Übersicht aller Preisträger der Kategorie 6-10 Jahre findet ihr auf meiner Seite. Dort verlinke ich nach und nach auch die weiteren Rezensionen zu den preisgekrönten Büchern.

Der verrückte Erfinderschuppen – Der Limonaden-Sprudler von Lena Hach und Daniela Kulot, Mixtvision, ISBN: 978–3–95854–098–9, 12,90€

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