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Rezension: Der Knäckebrotkrach

(Rezensionsexemplar) Wie bestreicht man sein Knäckebrot eigentlich richtig? Beschmiert man die glatte Seite oder die rubbelige Seite mit den Löchern? Ich persönlich frage mich das tatsächlich auch immer wieder und weiß es einfach nicht, so dass ich mal die eine Seite bestreiche und mal die andere.

Für manche ist diese Frage jedoch von äußerster Wichtigkeit, wie uns das lustige Kinderbuch „Der Knäckebrotkrach – Bei Oma und Opa fliegen die Fetzen“ zeigt. Oma Elfe beharrt darauf, dass die glatte Seite bestrichen werden muss, während Opa Isi meint, dass das nur Dummköpfe so machen. Jeder wisse doch, dass man die rubbelige Seite bestreichen muss, damit auch schön viel Butter in den Löchern hängen bleibt. Nun könnte man meinen, dass es doch einfach jeder so machen kann, wie er es für richtig hält. Aber da kennt man Oma Elfe und Opa Isi schlecht. Ein riesiger Streit beginnt, in dem auch noch weitere Personen aus dem Dorf mitmischen. Frauen und Männer formieren sich und gehen mit Stinkesocken und Gemüseschleudern aufeinander los. Mittendrin sind Mayo und Super, die ihre Ferien bei Oma und Opa verbringen. Wie können sie es bloß schaffen, wieder Frieden zu stiften?

Witzig und schräg

Dieses Buch ist ein Riesenspaß! Angefangen bei den Namen für die Ortschaften, der Personen und Tiere bis hin zu den Aktionen der alten Herrschaften. Es ist einfach großartig, wie sich die Männer mit Unterhosen auf dem Kopf versuchen zu tarnen oder wie die Frauen, die Männer als meckernde Ziegenböcke darstellen.

Ja, eigentlich zeigt das Buch auch, wie aus einer kleinen Meinungsverschiedenheit ein großer Streit werden kann und wie blöd das eigentlich ist, aber dennoch steht hier beim Lesen einfach der Spaß ganz klar im Vordergrund. Und man nimmt vielleicht noch mit, dass sich gerade die Erwachsenen nicht immer vernünftig verhalten.

Viele Comic-Elemente

Das Buch wirkt ein bisschen wie ein Comic. Allerdings führt uns der Faden der Geschichte über normale Textblöcke, die von Bildern im Comicstil umrahmt werden. Sprechblasen und lautmalerische Elemente gibt es aber ebenfalls. Es ist nicht an jeder Stelle direkt klar, wo weiter gelesen werden muss, aber das findet man dann schon heraus. Die Bilder greifen den Humor der Geschichte hervorragend auf und machen ebenfalls viel Spaß.

Kindermeinung

Ich habe das Buch als Erste hier gelesen und dann meinen Sohn darauf aufmerksam gemacht. Er meinte daraufhin, dass er schon in das Buch hineingeschaut hätte und dieses auch toll und interessant aussähe, aber er fand es unangenehm das Buch in den Händen zu halten. Das Cover ist an einigen Stellen so wie ein Knäckebrot (natürlich mit Vorder- und Rückseite) rau gestaltet. Er fand es nicht schön, diese Stellen die ganze Zeit anzufassen. Letztendlich hat er das Buch dann aber doch schnell durchgelesen. Auch er hatte viel Spaß an den Szenen im Buch. Nett ist auf jeden Fall die Biss-Ausstanzung im Cover.

Mein Sohn fand es übrigens schade, dass das Buch nicht noch die Geschichte der „Kakaokriege“ erzählt und diese nur am Ende erwähnt werden.

Dieses witzige Kinderbuch kann ich wirklich nur weiterempfehlen. Es lässt sich schnell durchlesen und man amüsiert sich an vielen Stellen prächtig. Hier haben sowohl die Eltern als auch die Kinder beim Lesen ihren Spaß.

Der Knäckebrotkrach – Bei Oma und Opa fliegen die Fetzen von Bob Konrad und Daniela Kohl, Arena Verlag, ISBN: 978-3-401-60307-0, 12€

Ich danke dem Verlag für das Rezensionsexemplar.

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