Rezension: Mein 1. Kölner Dom-Buch

(Rezensionsexemplar) Ja, der Kölner Dom ist für alle Kölner und auch für die Touristen etwas ganz besonderes. Das weiß man, auch wenn man mit Köln ansonsten wenig zu tun hat. Da ist es letztendlich nur folgerichtig, dass es auch schon für die Kleinsten ab 2 Jahren ein Pappbilderbuch mit dem Titel „Mein 1. Kölner Dom-Buch“ gibt.

Schwierige Begrifflichkeiten

Ich habe euch auf dem Blog bereits „Mein 1. Kölner Zoo-Buch“ vorgestellt, das ähnlich aufgebaut ist. Es gibt Bilder von wichtigen Dingen in dem Buch, die mit den passenden Wörtern beschriftet sind. Im Zoobuch sind es dann in erster Linie die Tiere, die benannt werden, hier sind es die Sachen, die im Kölner Dom vorkommen. Ja, und da werden dann schnell die Probleme deutlich, wenn man das Buchkonzept, das beim Zoobuch wunderbar funktioniert, auf das Buch über den Kölner Dom überträgt. Die Sachen, die mit dem Kölner Dom zu tun haben, sind Kindern im Alter von 2-4 Jahren deutlich weniger geläufig als Zootiere. Und auch wenn man ein Tier mal nicht kennt, ist das kein Problem. Dann wird mit einem solchen Buch der Wortschatz eben erweitert. Ganz so einfach ist das beim Kölner Dom-Buch nicht. Hier ist zum Beispiel auf dem „Pergament“ der „Grundriss“ des Doms zu sehen. Da muss man natürlich als Eltern erklärend einspringen und ob ein zweijähriges Kind die Erklärungen am Ende versteht, ist zumindest zweifelhaft. Weiter geht es dann mit der „Südseite“ und dem „Südturm“. Mit Himmelsrichtungen können Kinder in dem Alter noch gar nichts anfangen. Ganz im Gegensatz dazu wird auf der gleichen Seite der „Helm“ des Bauarbeiters benannt.

Wer ist die Zielgruppe?

Im gleichen Stil geht es im gesamten Buch weiter. Aus meiner Sicht gibt es leider keine richtige Zielgruppe für dieses Büchlein. Für zwei- bis vierjährige ist vieles noch zu schwierig und abstrakt. Für ältere Kinder wäre dieses Buch durchaus interessant, insbesondere wenn sich daraus Gespräche mit Erwachsenen ergeben würden. Die Frage ist jedoch, ob sie ein solches Pappbilderbuch nicht als „Babykram“ abtun würden. Außerdem würden sie sich dann von den einfachen Begriffen wie „Krone“ oder eben „Helm“ veräppelt fühlen.

Die Bilder sind, insbesondere durch die großen Augen der Kinder, fröhlich dargestellt. Man hat nicht das Gefühl, dass der große Dom nichts mit einem zu tun hat, sondern man darf ganz nah heran kommen.

Nicht nur für Kölner

Das Buch handelt vom Kölner Dom, ist also vor allem für die Kölner sowie die Besucher des Kölner Doms interessant. Andererseits führt es auch ganz allgemein in Kirchenbegrifflichkeiten ein. Messdiener, Glocken, Weihrauch, Altar und Kirchenfenster gibt es schließlich in anderen Kirchen auch.

Mein 1. Kölner Dom-Buch, illustriert von Saskia Gaymann, herausgegeben vom Zentral-Dombau-Verein zu Köln, J.P. Bachem Verlag, ISBN: 978-3-7616-3262-8, 7,95€

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