Schreibwerkstatt: Überschriften, Geräusche und Gerüche

Die Schreibwerkstatt mit meinen jungen Nachwuchsautoren ist nun schon wieder vorbei. Die  Zeit verging wie im Flug und wir hatten eine tolle Präsentation. Die Kinder haben ihre Aufgabe toll gemeistert und beim Vorlesen ihrer Texte sah man das Publikum immer wieder lachen, schmunzeln und natürlich applaudieren. Es ist doch immer wieder erstaunlich, was Kinder schon so aufs Papier bringen können.

Kinder mögen Geschichten von anderen Kindern

In der Schreibwerkstatt haben die Kinder immer gerne ihre Geschichten präsentiert. Darauf freuten sich viele regelrecht, wenn sie den Stift nach dem letzten Wort zur Seite legten. Sehr interessant fand ich jedoch auch, dass sie sich auch wirklich gerne die Geschichten der anderen Kinder angehört haben. Und sie haben ihnen auch häufig sehr gut gefallen. Beim Vorlesen gab es von den Zuhörern immer wieder zustimmende Reaktionen und auch viele Lacher. Für mich waren einige Stellen einfach unlogisch oder nicht passend zur Geschichte, aber den Kindern gefielen sie teilweise dennoch. Sie lachen über Sachen, die uns Erwachsenen nie einfallen würden und ihnen gefallen an Geschichten manchmal ganz andere Sachen als uns. Eigentlich ist es schade, dass Geschichten von Kindern kaum veröffentlicht werden, denn auch wenn sie nicht den erwachsenen Kriterien von guter Literatur standhalten können, gefallen sie anderen Kindern durchaus.

Nun möchte ich euch noch ein bisschen über die letzten Schreibstunden erzählen und woher wir unsere Inspirationen bekommen haben.

Überschriften

Eine Quelle für Geschichtsideen waren Überschriften. Manchmal hatten die Kinder direkt eine Idee zum Schreiben und teilweise haben sie diese wieder mit Bildern und anderen Dingen kombiniert. Das Zusammenpuzzeln von Geschichten durch verschiedene Karten (mehrere Bilder, Überschriften, Personen etc.) machte einigen Kindern sehr viel Spaß und häufig kamen tolle, runde Geschichten dabei heraus.

Überschriften und Geschichtenanfänge

Geräusche und Gerüche

Etwas schwerer fiel es den Kindern Musik, Geräusche und Gerüche in Geschichten umzusetzen, wobei sie an sich die Aufgaben auch spannend fanden.

Als Musik habe ich Stücke aus den vier Jahreszeiten gewählt, dann gab es Wettergeräusche (sogar in Kombination mit Bildkarten) und für die Gerüche habe ich Zimt, Lavendel und Zitrone in Ü-Eier-Döschen gefüllt (früher hätte man an dieser Stelle wohl Filmdöschen verwendet). Woran erinnern euch diese Gerüche? Entstehen Bilder in eurem Kopf?

Story Cubes

In der letzten Stunde kamen dann auch noch endlich die Story Cubes zum Einsatz, aber da die Kinder mittlerweile schon viele Ideen für Geschichten im Kopf hatten und diese einfach niederschreiben wollten, wurden die Story Cubes dieses Mal eher weniger beachtet. Ich denke, beim nächsten Mal setze ich sie eher als kleines Spiel am Anfang einer Stunde oder so ein. Später können dann die Kinder natürlich dann auch immer wieder darauf zurück greifen. Ich glaube, viele Kinder mögen es, frei entscheiden zu dürfen, worüber sie gerade schreiben. Sie gehen gerne die Möglichkeiten durch, die sich ihnen bieten und entscheiden dann selber, ob und welches Material sie benutzen.

Übrigens wünschen sich fast alle Teilnehmer eine weitere Schreibwerkstatt und es gab jede Menge positives Feedback! Mir selbst hat es auch sehr viel Spaß gemacht!

Auf dem Blog meines Sohnes könnt ihr eine Geschichte aus der Schreibwerkstatt lesen – geschrieben von einem Erstklässler! Sie entstand zu diesem Geschichtenanfang:

 

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