Rezension: Minimaus entdeckt das Haus

Kennt ihr noch die Maus aus den Bilderbüchern von Helmut Spanner? Diese kleine Maus, die sich hinter Gegenständen versteckt und durch den Käse schaut? Mir sind diese Bilder seit meiner Kindheit vertraut und so habe ich mich auch sehr darüber gefreut, als das Bücherwürmchen zur Taufe Kindergeschirr mit diesen Motiven bekommen hat. Auch das passende Buggybuch „Was macht die Maus?“ zog bei uns ein. Mittlerweile isst schon das zweite Kind von diesem Geschirr und erfreut sich an den Bildern.

Leider gibt es die dazugehörigen Bücher nicht mehr beim Ravensburger Verlag. Umso schöner ist es, dass der Oberstebrink Verlag dafür sorgt, dass diese Bücher nicht vom Buchmarkt verschwinden. Dieses Jahr sind ein paar Pappbilderbücher von Helmut Spanner dort neu aufgelegt worden, unter anderem „Minimaus entdeckt das Haus“. Der Titel hat sich also ein wenig verändert. Es ist nicht mehr einfach nur „Maus“, sondern nun „Minimaus“. Ansonsten entspricht das Titelbild dem von „Da ist die Maus“. Ob der Inhalt (Bilder und Texte) gleich sind, kann ich leider nicht sagen, da ich das alte Buch nicht habe.

Minimaus erkundet die Gegenstände im Haus

Minimaus ist eine neugierige Maus, die sich im ganzen Haus herum treibt. Sie sitzt im Eierbecher, rutscht die Toilettenpapierrolle hinunter, schaut zwischen den Seiten eines Buches heraus und lässt ihr Schwänzchen in einen Becher voller roter Farbe hängen. Auch die Bilder, wo sie aus einem Käseloch herausschaut und  auf dem sie an einem Apfel knabbert, fehlen nicht in diesem Buch.

Auf jeder Doppelseite befindet sich ein Bild und ein dazugehöriger Text, in dem thematisiert wird, was die Maus dort macht. Dabei wird aus der Ich-Perspektive heraus die Maus direkt angesprochen, z.B. „ Wer schaut denn da aus dem Käse heraus? Das bist doch du, Minimaus!“ oder „…und wer steckt denn hier in meinem Schuh? Bestimmt wieder Minimaus!“

Etwas merkwürdig ist es, dass auf einem Bild Bezug auf das vorherige genommen wird, es diesen Bezug bei dem nächsten Bild aber nicht mehr gibt: Minimaus‘ Schwanz färbt sich rot, woran sie auf dem darauffolgenden Bild erkannt wird. Auf dem Bild danach ist die Färbung jedoch wieder verschwunden.

Toller Einstieg in die Bücherwelt

Das Buch geht auf Gegenstände ein, die Kinder kennen. Einfach Sätze verbalisieren das Ganze, wobei auch Präpositionen beiläufig thematisiert werden. Alles ist gut zu erkennen und es gibt keinen störenden Hintergrund oder andere Details, die die Aufmerksamkeit auf sich lenken. Es ist ein Pappbilderbuch, welches Kinder in die Welt der Bücher einführt und welches zum Benennen und erstem Sprechen und Erzählen animiert. Schön ist, dass die Gegenstände hier in einem kleinen Rahmen mit der Minimaus gezeigt werden und nicht zusammenhangslos auf den Seiten präsentiert werden, so dass es sich von den vielen Bilderbüchern für die Kleinsten abhebt, die auf bunten Seiten einzelne Gegenstände präsentieren. Die Hintergründe in diesem Buch sind weiß. Es geht also wirklich immer nur darum, was die Minimaus gerade wieder erkundet. Farben können natürlich trotzdem benannt werden, denn die Gegenstände sind natürlich nicht farblos.

Minimaus entdeckt das Haus“ ist ein tolles Buch für die kleine Buchentdecker. Ich freue mich ganz besonders, dass es diese Bücher nun beim Oberstebrink Verlag gibt, denn so haben noch viele Kinder die Möglichkeit Minimaus ihren schönen Kindheitserinnerungen hinzuzufügen.

Minimaus entdeckt das Haus von Helmut Spanner, Oberstebrink Verlag, ISBN: 978-3-96304-002-3, 7,95€

5 Gedanken zu „Rezension: Minimaus entdeckt das Haus

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