Rezension: Am Schneesee

Mögt ihr Sprachspiele und Zungenbrecher? Dann kauft euch unbedingt das Bilderbuch „Am Schneesee“.

Dieses Buch ist einfach herrlich und macht unglaublich viel Spaß. Hier werden wunderbare lange Wörter mit ganz vielen „es“ gebildet und man wird richtig neugierig auf die nächsten Wörter. Was lässt sich wohl an den Schneesee noch so alles dran hängen?

Alles beginnt am Schneesee, einem See, der eben immer voller Schnee war. Aber um den See herum wächst Klee, der Schneeseeklee, und in diesem Klee steht ein Reh – klar, das Schneeseekleereh. Dieses Reh wird von der Schneeseekleerehfee geliebt, welche einen Schneeseekleerehfeedrehzeh hat. Ja, sie hat einen ganz besonderen Zeh, nämlich einen zum Drehen. Ihr merkt schon, wie dieses Buch aufgebaut ist, nicht wahr? Das ist einfach toll und es geht natürlich noch weiter, denn die Fee dreht ihren Drehzeh zu sehr, so dass er weh tut und die Schneeseekleerehfee mit Schneeseekleerehfeezehweh zur Hackenhexe mit den Hackenhaxen geht um sich Hilfe zu holen… Da muss man irgendwann schon ganz schön aufpassen, dass man sich nicht verhaspelt und die Kinder haben eine Riesenfreude daran und zwar sowohl an den Mühen der Erwachsenen als auch an eigenen Aussprechversuchen dieser endlos langen Wörter.

Das Märchen selbst ist gar nicht neu, sondern steckt eigentlich bereits in einem dicken Buch von Franz Fühmann, aber ich bin sehr froh, dass es nun ein eigenes Buch bekommen hat, denn ansonsten hätte ich es gar nicht kennen gelernt. Und ich finde auch, dass ein Buch mit dieser herrlichen Geschichte ein Bilderbuch sehr gut ausfüllt.

Spezielle Illustrationen

Es ist natürlich auch bunt und vielleicht ein wenig eigenartig, aber auch originell und liebevoll illustriert. Besonders auffällig an der Fee, die wie ein fröhliches Mädchen aussieht, sind natürlich die großen Füße, die in blauen Socken stecken, wobei jeweils ein Zeh hinausschaut. Die Farben im Hintergrund sind eher blass. Im Rasen ist keine Struktur zu sehen, alles ist recht flächig und einfarbig dargestellt, aber ganz am Rand sieht man dann doch Berge, auf denen vereinzelt Bäume stehen. Die Landschaft ist somit nur angedeutet. Im Vordergrund stehen die Figuren sowie das Haus der Hexe und der Fee. Alles ist recht übersichtlich, aber man kann dennoch witzige Details entdecken. Besonders groß sind die Köpfe dargestellt. Bei der Fee ist er zwar nur durch den großen Hut so gewaltig, aber das Kinn der Hexe reicht dieser bis zur Mitte des Körpers und auch die Katze hat einen großen dreieckigen Kopf. Diese Bilder irritieren durchaus zunächst, aber sie schrecken keineswegs ab, sondern wecken nur noch mehr das Interesse an diesem Buch.

Insgesamt ist „Am Schneesee“ absolut empfehlenswert – für Kinder und Erwachsene. Es ist ein Buch, welches man gemeinsam gerne liest, welches Spaß macht und welches irgendwie einfach besonders ist.

Am Schneesee von Franz Fühmann und Kristina Andres, Hinstorff Verlag, ISBN: 978-3-356-02095-3, 14,99€

2 Gedanken zu „Rezension: Am Schneesee

  • 26. Februar 2018 um 11:07
    Permalink

    Oh oh, wieder ein neues Zungenbrecherbuch für die Liste. “E-le-fa. E-le-fee! Was macht der Elefant am See.” ist hier ein ganz großer Hit 🙂

    Antwort

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