Rezension: Kinderspiel “Mit Quacks & Co. nach Quedlinburg”
Habt ihr in den Ferien auch in der Familie Spiele gespielt? Bei uns wird in den Ferien immer vermehrt gespielt, aber ich möchte versuchen, dies auch zumindest an den Wochenenden ein wenig beizubehalten. Voraussetzung dafür sind natürlich immer Spiele, an denen möglichst viele aus der Familie Spaß haben. Im Moment ist das noch ein bisschen schwierig, da ein Kind noch im Kinderspiel-Alter ist, während der Rest eher an Familienspielen Spaß hätte. Zum Glück gibt es aber einige Kinderspiele ab etwa 6 Jahren, bei denen auch wir Erwachsenen oder die älteren Geschwister ab und zu gerne mal mitspielen. Heute möchte ich euch die Kindervariante von „Die Quacksalber von Quedlingburg“ vorstellen, schaut aber auch gerne noch mal bei meinem Artikel „Kinderspiele ab 5-8 Jahren“ vorbei. Da ist unter anderem die Juniorvariante von „Cascadia“ dabei.
Nun aber zu dem angesprochenen Kinderspiel „Mit Quacks & Co. nach Quedlinburg“. Es ist offiziell ab 6 Jahren geeignet, funktioniert aber auch schon ab 5 Jahren sehr gut.
Tierisches Wettrennen
Inhaltlich geht es darum, dass die Kinder in Quedlinburg ein großes Wettreiten mit den Tieren (Schaf, Schwein, Esel und Kuh) veranstalten. Um vorwärts zu kommen, werden die Tiere mit Futter in Form von Plättchen gelockt. Wer als erstes im Ziel ist, gewinnt den goldenen Kessel.

Alle Mitspielenden setzen ihre Tierfigur auf den Startpunkt des Spielplans. Außerdem bekommen sie ein Säckchen sowie eine Spieltafel und zu Beginn die gleiche Anzahl an Plättchen. Wenn man dran ist, zieht man ein Plättchen aus seinem Beutel. Je nachdem was für ein Plättchen es ist, zieht man sein Tier vorwärts. Ein 1er-Chip lässt das Tier einen Schritt gehen, ein 4er-Chip sogar 4 Felder weit. Gleichzeitig darf man je nach Futtersorte eine Aktion ausführen. Zum Beispiel erlauben die roten Äpfel es, einen roten Rubin einzusammeln, und beim gelben Mais darf man mit einem Aktionswürfel würfeln, der einem verschiedene Vorteile einbringt.

In jedem Beutel sind aber auch vier Traumkräuter. Zieht man ein solches, dann bleibt das Tier stehen und träumt ein wenig vor sich hin. Hat man drei Traumkräuter auf seiner Spieltafel gesammelt, werden zum einen alle Chips wieder in das Säckchen zurück getan und gleichzeitig darf man für die gesammelten Rubine neue Plättchen kaufen. Je teurer diese Plättchen sind, desto mehr Schritte darf man mit ihnen vorwärts ziehen.

Bei uns ist die Freude immer groß, wenn man die weißen Rüben kaufen kann, denn mit ihnen darf man gleich 8 Felder weiter ziehen. Hat man dann auch noch Salatblätter in seinem Säckchen, die einem erlauben, einen Chip direkt wieder ins Säckchen zu werfen, und kann man dieses vielleicht sogar bald darauf wieder nutzen.
Schnell erlernbar und schönes Spielmaterial
Die Regeln sind gut verständlich und so kann man schnell mit der ersten Partie beginnen. Hilfreich ist hier auch, dass man zunächst gar nicht alle Chips verwendet, sondern sich erstmal mit einer Auswahl herantastet. Später kann man dann die anderen hinzufügen oder sogar in einer weiteren Variante komplexere Aktionen ausführen. Auch der Spielplan hat zwei Seiten, wobei der Weg bis zum Ziel unterschiedlich lang ist.
Das Spielmaterial ist mit Pappplättchen, Holzfiguren und Säckchen in den passenden Farben sehr hochwertig. Die Säckchen sind beinahe aus zu festem Stoff. Illustriert ist das Spiel von dem bekannten Spieleillustrator (und-autor) Michael Menzel. Es sieht fröhlich und ansprechend aus und es gibt auch auf dem Spielplan ein paar Sachen zu entdecken. So läuft man an Wälder und Bären, aber auch Kuhwiesen und Pferden vorbei Richtung Stadt. Gleichzeitig bleibt alles aber auch gut übersichtlich.
Mogeln möglich, aber viel Spielspaß
Es ist schon eine ganze Weile her, dass ich die normale Version gespielt habe, aber ich sehe schon die Ähnlichkeit zwischen den Spielen. Es werden Plättchen in einem Säckchen gesammelt, die einem nach und nach Vorteile bringen. Und ja, auch die Möglichkeit zu mogeln ist bei beiden Spielen gleich. Es wird immer wieder Kinder (oder auch Erwachsene) geben, die in das Säckchen hinein schauen, um die besten Plättchen zu ziehen. Das lässt sich leider nicht verhindern und kann auch schon mal zu Streitigkeiten führen.
Wir haben das Spiel schon einige Male gespielt und es macht immer wieder Spaß sein Tier mit der Rohkost vorwärts zu locken. Wichtig ist den Kindern dabei bereits die Auswahl des Tiers und sie sind überzeugt davon, dass der Esel lieber läuft als das Schaf, das bei mir nämlich bereits ein paar Mal verloren hat.
Schön ist, dass die Regeln schnell verstanden sind, es aber ein paar verschiedene Spielvarianten gibt, wenn man das Spiel schon besser kennt. Auch die Mischung aus Glück und Taktik, die je nach Alter bereits anders angewandt wird, passt für uns gut.

Mit Quacks und Co. nach Quedlingburg von Wolfgang Warsch, illustriert von Michael Menzel, Schmidt Spiele, für 2-4 Spielende ab 6 Jahren
