Zauberhafte Winterlandschaft im Bilderbuch

Wunderschön, poetisch und ruhig ist das Buch „In einer weißen Winternacht“, welches man wunderbar als Gute-Nacht-Geschichte im Winter auf der Bettkante vorlesen kann. Oder besser gesagt, welches man wunderbar vorlesen könnte, wenn man nicht gerade zwei Jungen als Kinder hat, die solche Bücher gerne in der Buchkiste stehen lassen und lieber die abenteuerlichen Geschichten herausholen.

Ich finde das Buch „In einer weißen Winternacht“ wunderschön und ich kann mir gut vorstellen, dass es einem Kind, welches ruhige Geschichten mag und welches sich gerne eine schöne Welt erträumt, ebenfalls gut gefällt.

Bilder und Text harmonieren hier gut miteinander. Wie in einem Gedicht wird erzählt wie die Erde langsam weiß wird und was sich noch so in dieser Winternacht tut:

In einer weißen Winternacht,

führte die Rehmutter ihr Kitz

rund um die stille Birke herum

und tupfte

einen verschlungenen Pfad

auf meine weiße Leinwand.

Passend dazu kann der Leser die ruhigen Bilder betrachten, auf denen man wenig Farbe sieht.

Ein paar rote Äpfel hängen noch am Baum, ansonsten sieht man dunkle Nacht, weißen Schnee auf dem Boden und auf dem Baum und zwei Rehe, die sich grau vom Schnee abheben. Auf der nächsten Seite fliegt einem eine Eule direkt entgegen. Ihre gelben Augen leuchten, die Flügel hat sie bis zu den Seitenrändern ausgebreitet.

Man kann sich sehr gut in diese winterliche Atmosphäre hinein fühlen. Die Mutter oder der Vater zeichnet vor dem inneren Auge des Kindes eine herrliche Schneelandschaft und lässt es dann liebevoll mit einem „ich hab dich lieb“ einschlafen.

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In einer weißen Winternacht von Jean E. Pendziwol, übersetzt von Brigitte Elbe, illustriert von Isabelle Arsenault, Freies Geistesleben, ISBN: 978-3-7725-2682-4, 14,90€

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