Blogparade: Geliebte Kinderbuchschätze

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Geliebte Kinderbuchschätze“ – meine erste Blogparade rund um Erinnerungen an Bücher aus der Kindheit (alle Informationen dazu findet ihr HIER). Sie geht nun zu Ende und ich ziehe ein Fazit und stelle euch noch einmal alles in einem Überblick zusammen. Erst einmal: Es hat viel Spaß gemacht und ich freue mich über eure vielen, interessanten Beiträge! Vielen Dank für eure Teilnahme! Ich glaube, hier gibt es wirklich viel zu stöbern und es macht viel Freude in lauter verschiedene literarische Kindheiten einzutauchen. Vor allem merkt man vielen Beiträgen auch die Liebe zu den Büchern, zum Lesen und zu den Erinnerungen an alte Bücher an. Es lohnt sich also, in alle Beiträge mal in Ruhe reinzuschauen (eine vollständige Auflistung findet ihr am Ende dieses Artikels).

Ich habe allerdings auch festgestellt, dass ich in Bezug auf eine Blogparade noch einiges lernen muss. Eigentlich hätte ich es als Lehrerin wissen müssen: Zielvorgaben müssen ganz klar formuliert sein… Ich aber habe munter drauf losgeschrieben, meine Ideen zu der Blogparade festgehalten und war mir über die Folgen nicht sonderlich im Klaren. Irgendwie hatte ich damit gerechnet, dass ihr einzelne Bücher vorstellt, so dass ich am Ende eine schöne Liste mit Nostalgie-Büchern erstellen kann. Aber dafür habe ich wohl zu viele Fragen gestellt, die euch eigentlich nur dabei helfen sollten, eine Idee für euren Artikel zu bekommen. Viele von euch aber haben die Fragen Stück für Stück abgearbeitet… Hm, was nun? Überhaupt nicht schlimm! In der Lehrerausbildung wäre das zwar ein riesiger Kritikpunkt gewesen, aber hier macht es das Ganze nur viel bunter und interessanter. Nun gibt es lauter tolle Berichte über das Erleben mit Büchern in der Kindheit, was ja eigentlich sogar viel spannender zu lesen ist als einzelne Buchvorstellungen. Da aber manche meinen Aufruf auch in meiner ursprünglichen Absicht aufgefasst haben und ganz besondere Bücher aus ihrer Kindheit ausführlich vorgestellt haben, haben wir nun eine Mischung aus beidem. Das finde ich richtig klasse! Und ich bin im Übrigen eurem Beispiel gefolgt und habe auch einmal die Fragen (zum Teil beantwortet)… 🙂

Sehr interessant fand ich es, welche Bücher für euch von großer Bedeutung waren. Ich hatte damit gerechnet, dass in erster Linie bekannte Klassiker genannt werden, was zum Teil auch geschehen ist, aber viele von euch haben auch ihre ganz individuellen Lieblinge. Dabei wurde im Übrigen auch der Unterschied zwischen einer literarischen Kindheit im Westen und im Osten deutlich. Irgendwie geht man davon aus, dass alle Kinder Astrid Lindgren- und Otfried Preußler-Bücher in ihren Regalen stehen hatten, aber diese Blogparade hat mir klar gemacht, dass es in der ehemaligen DDR ganz andere Klassiker gab, von denen ich bisher noch gar nichts gehört hatte. Wie gut, dass man über so eine Blogparade etwas von ihnen erfährt. Ich finde das sehr spannend, auch was die unterschiedlichen Bücher verschiedener Generationen betrifft, wobei ich auch herausgelesen habe, dass ganz besondere Buchschätze auch gerne von einer Generation an die andere weitergegeben werden. Ein besonderer Zauber übt oft die Kiste aus, die, gefüllt mit alten Büchern der Eltern oder Großeltern, auf dem Dachboden oder im Keller entdeckt wird.

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Eigentlich ist es bei Buchliebhabern nicht verwunderlich, aber dennoch möchte ich diesen Aspekt hervorheben: Für viele von euch war die Bücherei eine wahre Fundgrube und ihr ward dort regelmäßig zu Gast. Hier eröffnet sich dem Lesewürmchen eine riesige Welt der Literatur, die oft faszinierend auf einen wirkt. Und natürlich wünschten wir uns alle zu Weihnachten und zum Geburtstag Bücher, Bücher und Bücher. Manche bekamen sogar zum Zeugnis oder anderen Gelegenheiten ein Buch geschenkt und oft sind einem diese Geschenke in besonderer Erinnerung geblieben. Übrigens haben auch viele noch Erinnerungen an ihr erstes Lesebuch, mit dem das Lesen gelernt oder geübt wurde. Nicht jedem fällt dazu der Titel ein, aber Inhalt und Bilder sind einem noch vor Augen. Meist waren dies sicherlich keine besonderen Bücher mit tollen Geschichten, aber der Schritt zum selber Lesen ist eben doch so enorm und bedeutend, dass man einiges, was mit ihm zu tun hat, behält. Überhaupt habe ich bei euren Beiträgen herausgelesen, dass man sich insbesondere an die Bücher erinnert, die man in bestimmten Situationen entdeckt und gelesen hat oder an denen Erinnerungen an geliebte Personen hängen. Das können dann auch Bücher sein, die schon alt sind und andere Rollenbilder als die modernen vermitteln. Es sind also nicht immer die pädagogisch oder literarisch wertvollen Bücher, die von Kindern geliebt werden, sondern es sind die Bücher, die einem etwas sagen, die einen ansprechen, die zu einer bestimmten Situation passen, die Erinnerungen in einen aufrufen, die man mit Menschen, Orten, Gerüchen oder Erlebnissen in Verbindung bringt und die Bücher, die eben zur Verfügung standen. Aber all diese Bücher haben einen in die Welt der Literatur gebracht, haben einen in andere Welten geführt, die Fantasie angesprochen und Lust aufs Lesen gemacht!

Es gibt aber natürlich auch Bücher, die viele gelesen und geliebt haben:

In Ostdeutschland waren dies unter anderem die Bücher von Alexander Wolkow (erster Band der Reihe: „Der Zauberer der Smaragdenstadt“, neu vom Leipziger Kinderbuchverlag erhältlich), „Das Katzenhaus“, „Alfons Zitterbacke“ und Märchen.

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Märchen wurden auch im Westen gerne gelesen und ansonsten Astrid Lindgren (hier war ich übrigens überrascht, dass „Ronja Räubertochter“ besonders häufig hervorgehoben wurde), Otfried Preußler, “Winnetou“, „Die kleine Raupe Nimmersatt“, „Hanni und Nanni“ und „Momo“.

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Ausführliche vorgestellt wurden darüber hinaus die Petzi-Bücher, die Mecki-Bücher und „Das kleine Ich bin ich“. Und bei den jüngeren Teilnehmern kommen dann natürlich noch „Harry Potter“ oder „Die wilden Hühner“ dazu.

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Hier findet ihr all die tollen Beiträge! Ich habe sie mal nach West- und Ostdeutschland eingeteilt, da die Bücher, die gelesen wurden doch recht unterschiedlich sind, man aber wiederum bei den Kindern einer Generation innerhalb der DDR bzw. der BRD viele Gemeinsamkeiten entdecken kann. (Möglicherweise habe ich einen Blog geographisch falsch eingeordnet, aber ich habe mich hier an den vorgestellten Büchern orientiert.) Viel Spaß beim Lesen und Stöbern! Tauscht euch gerne über eure Leseerfahrungen und Erinnerungen aus und entdeckt Gemeinsamkeiten und Unterschiede! Vielleicht werdet ihr ja auch durch andere Beiträge noch an weitere Buchschätze aus eurer Kindheit erinnert.

 

Aufgewachsen mit Büchern aus Ostdeutschland:

Creative Look

Ein zweiter Blick

Bücherwurm – Bibliophage

Tintenhain

Kinderbibliothek

 

Aufgewachsen mit Büchern aus Westdeutschland:

Die Rabenmutti

Schlummerfrosch

Kinderohren

Das Teufelsweib

Buchkind-Blog

Eine ganz normale Mama

Kellerbande

Schreibtrieb

Wurzeln und Flügel

Piratenprinzessin

Birgit-Ebbert-Blog

Irve liest

Aus dem Leben eines Nerds

In-Arcadia-ego

Kölner Leselust

Für die kleinen Herzen

Lieblingsgören

Geschichtenwolke

16 Gedanken zu „Blogparade: Geliebte Kinderbuchschätze

  • 8. Februar 2015 um 10:32
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    Oho, nee ich komme aus Dresden und bitte um eine Umsiedlung, da ich meine ersten 10 Lebensjahre in der DDR verbrachte. Karl May Bücher gab es auch als Bückware oder noch ganz alte Ausgaben. Zudem änderte sich die Lektüre nach 1990 sehr, da kamen dann beispielsweise Blytons Internatsgeschichten dazu.

    Antwort
    • 8. Februar 2015 um 10:50
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      Oh, Entschuldigung. Tut mir leid. Das ändere ich gleich!

      Antwort
    • 8. Februar 2015 um 10:56
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      Wer noch falsch eingeteilt wurde, möge sich bitte ebenfalls melden, dann ändere ich das dann noch… Vielleicht war die Einteilung auch insgesamt nicht so sinnvoll, aber ich fand einfach die Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen Kindern, die im Osten und im Westen aufgewachsen sind, sehr interessant.

      Antwort
  • Pingback:Steffi und Muckel Schlappohr › Lieblingsgören: Lesen und lesen lassen

  • 9. Februar 2015 um 01:42
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    Hallöchen,

    eine schöne Zusammenfassung der Blogparade. Gerade die alten DDR Bücher zu sehen, die man nicht unbedingt kennt, wenn man im Westen aufgewachsen ist, fand ich echt spannend.
    Wobei ich ja eigentlich kein richtiges Westkind mehr bin. Als ich geboren bin, gab es gar keine Mauer mehr. Aber ich denke mal meine Eltern haben mich dann doch bei einigen Büchern mitgeprägt, deswegen kann man dann schon von einem Westkind reden.
    Fand die Idee sehr toll und für deine erste Blogparade ist sie dir super gelungen.

    Liebe Grüße,
    Abigail

    Antwort
    • 9. Februar 2015 um 08:53
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      Danke für deinen netten Kommentar 🙂

      Antwort
  • 9. Februar 2015 um 10:15
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    Danke, Miri, für die gelungene Zusammenfassung sowie für den Erfahrungsbericht zu Deiner Blogparade! Das Thema Ost-West-Kinderbücher finde ich spannend, da wir eine “Binationale Ehe” führen. Mein Mann hat sich nach meinem Beitrag bei mir beschwert, dass ich keine Bücher aus seiner Kindheit genannt habe. Tja, ist halt meine Erfahrung und mein Blog… Dank Deiner Zusammenfassung wird er nun auch auf seine Kosten kommen und in Kindheitserinnerungen schwelgen können.
    Viele Grüße, Jasmin

    Antwort
    • 9. Februar 2015 um 10:20
      Permalink

      Danke für den netten Kommentar! Ich finde das Thema Ost-West-Kinderbücher auch sehr spannend und freue mich sehr, wenn ich als Westkind doch noch das eine oder andere Bücherschätzchen, welches noch einmal neuaufgelegt wird, aus dem Osten kennen lernen darf.

      Antwort
  • 10. Februar 2015 um 10:27
    Permalink

    Das ist eine richtig tolle Blogparade geworden!!! Mir hat der Beitrag riesig Spaß gemacht und auch das Stöbern auf anderen Blogs ist ein wahres Vergnügen.

    Antwort
    • 10. Februar 2015 um 11:15
      Permalink

      Mir hat das Stöbern auch richtig viel Spaß gemacht!

      Antwort
  • 17. Februar 2015 um 10:56
    Permalink

    Liebe Miri !
    Etwas verspätet möchte ich auch mich herzlichst für das Organisieren der Blogparade bedanken. Das Fazit war auch sehr informativ. Schön ist es, dass man durch solche Aktionen tolle Blogs entdecken kann.

    Vor ein paar Tagen ist mir am Abend beim Vorlesen noch eine für mich wichtige Kinderbuchreihe eingefallen – ich liebte diese und meine beiden flippen aus, wenn ich nur “Wo ist der kleine Löwe” sage – Ich bin der kleine Löwe, Ich bin die kleine Katze etc. Das waren neben dem kleinen Ich bin Ich meine Lieblingsbücher. Schau sie dir mal an 😉 …

    Liebe Grüße aus Wien
    Alex

    Antwort
    • 17. Februar 2015 um 11:05
      Permalink

      Danke für den neetten Kommentar! Oh ja, die Reihe kenne ich auch noch und habe sie auch geliebt! Von früher habe ich noch (teils bereits mit Tesefilm zusammengeklebt) “Ich bin die kleine Katze und “Ich bin die kleine Maus”. Als dann Bücherwürmchen da war, habe ich mir noch ein paar weitere Titel aus der Reihe dazu gekauft. Die sind nämlich wirklich toll! 🙂

      Antwort

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